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Daihatsu-Deutschland-Chef Matthias Heinz

Daihatsu Deutschland arbeitet profitabel

Matthias Heinz Foto: Daihatsu 21 Bilder

Mit Daihatsu-Deutschland-Chef Matthias Heinz sprach auto-motor-und-sport-Redakteur Harald Hamprecht über das aktuelle und zukünftige Modellportfolio, das Händlernetz und die Absatzziele der Zukunft.

19.10.2009 Harald Hamprecht

Herr Heinz, in den ersten neun Monaten dieses Jahres haben Sie in Deutschland 9.200 Fahrzeuge neu zugelassen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 18 Prozent. Wie zufrieden sind Sie - als Kleinwagenspezialist - mit diesem Ergebnis?
Heinz: Daihatsu hat ausschließlich Werke in Japan. Weil dort die Produktion herunter gefahren wurde, haben wir die hohe Nachfrage nach Kleinwagen nur bedingt befriedigen konnten. Grund für die Drosselung waren die starken Wechselkursschwankungen. Daihatsu hat sich entschieden, das Geschäft profitabel zu gestalten. Uns sind schwarze Zahlen in der Bilanz wichtiger als ein reines Plus bei den Zulassungszahlen.

Wie wird Ihr Absatz in Deutschland im Gesamtjahr 2009 aussehen?
Heinz: Bis zum Jahresende rechne ich mit insgesamt 11.000 Zulassen, das wäre dann noch ein zufrieden stellendes Ergebnis. Mittelfristig, sprich in drei Jahren, glauben wir, unseren Absatz auf mindestens 15.000 Einheiten steigern zu können, da die Nachfrage nach in Anschaffung und Unterhalt günstigen und sparsamen Fahrzeugen weiter steigen wird.

Im Mai 2008 sprachen Sie noch von einem Mittelfrist-Ziel von 20.000 Einheiten?
Heinz: Das war auch vor der weltweiten Finanzkrise. Inzwischen gibt es mehrere Fragezeichen, deswegen Größenordnung 15.000 eher konservativ. 20.000 etwas später.

Welche Rollen haben Sie als deutscher Daihatsu-Importeur damit in Europa?
Heinz: Innerhalb Europas stehen wir an erster Stelle. Zweitwichtigster Markt nach Deutschland ist Italien.

Welche Marktentwicklung prognostizieren Sie für Deutschland?
Heinz: Die durch die Umweltprämie verursachte Sonderkonjunktur wirkt sich 2009 sehr positiv aus. Vor allem im privaten Bereich hat dies zu vorgezogenen Käufen im Hinblick auf 2010 geführt. Ich rechne für 2009 mit Pkw-Neuzulassungen in einer Größenordnung von etwa 3,7 Millionen Einheiten. Für 2010 erwarte ich dann aber nur noch einen Gesamtmarkt in der Größenordnung von 2,8 Millionen Stück.

Wie steht es denn um den Gewinn der Importeursgesellschaft?

Heinz: Daihatsu Deutschland arbeitet profitabel, das wird auch dieses Jahr so sein. Exakte Zahlen nennen wir grundsätzlich nicht.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie derzeit? Und gibt es Pläne zur Verschlankung?
Heinz: Bei Daihatsu Deutschland sind zurzeit 83 Mitarbeiter beschäftigt. Es gibt derzeit keine Pläne zur Vergrößerung oder Verkleinerung der Belegschaft. Daihatsu Deutschland hat in den vergangenen Jahren eine nicht nennenswerte Fluktuation gehabt.

Wie viele Händler arbeiten für Sie in Deutschland - und stehen hier Veränderungen an?

Heinz: Wir haben derzeit 328 Vertragspartner und zusätzlich 32 Servicepartner. Wir haben noch Handlungsbedarf im Ausbau von ca. 15 Märkten; vor allem in einigen größeren Städten, wie zum Beispiel in Frankfurt, Stuttgart, Darmstadt, Kaiserslautern. Hier suchen wir vor allem Händler, die noch eine Abrundung nach unten benötigen.

Wie profitabel arbeiten Ihre Vertriebspartner?
Heinz: Die Renditen liegen derzeit zwischen 0,6-1,0 Prozent; mittelfristig streben wir eine Rendite von mindestens drei Prozent an. Die Insolvenzrate liegt sowohl in 2008 als auch bisher für 2009 bei rund drei Prozent. Sicherlich ist jede Insolvenz unerfreulich; da wir aber überwiegend Familienbetriebe als Vertragspartner haben, sehe ich unsere Händler nicht so stark gefährdet.

Wie viele Ihrer Händler vertreiben ausschließlich die Marke Daihatsu?

Heinz: Rund 60 Prozent sind exklusiv, vor allem in ländlichen Regionen. Je größer die Städte, desto eher finden Sie Mehrmarkenhändler, vor allem solche mit anderen japanischen Marken, wie Nissan oder Mitsubishi.

Nachdem Sie den Trevis aus dem Programm genommen haben, besteht Ihr aktuelles Produktportfolio nur noch aus fünf Modellen: dem Terios, Materia, Sirion, Copen und Cuore. Wie werden Sie dieses Portfolio ausbauen?
Heinz: Wir werden immer in diesen drei Segmenten vertreten sein, also im A- und B- sowie Kompakt-SUV-Segment - und niemals ins C- oder D-Segment eine blutige Nase holen. Wo wir heute auftreten, haben wir Kompetenz und wollen hier auch weiter zuhause bleiben. Unsere drei absatzstärksten Modelle sind übrigens der Sirion, der Cuore und der Terios. Für das Jahr 2010 haben wir keine neuen Modelle in der Pipeline; die künftige Modellstrategie wird derzeit in Japan konkretisiert. Frühestens Anfang 2011 folgt das erste Nachfolgemodell. Und ich kann mir vorstellen, dass unser Konzern mittel- bis langfristig auch noch die Lücke im oberen B-Segment schließen wird. Und in Tokio sehen Sie ja auch ein Konzeptcar mit einer sehr europäischen Designsprache.

Sie meinen die Studie e:s. Wie groß sind die Chancen für eine Markteinführung in Europa?

Heinz: Sicherlich würde uns solch ein Fahrzeug gefallen. Aber über den Zeitpunkt kann ich noch nicht spekulieren. Die Zentrale arbeitet noch an einer Europa-Strategie, um in Europa stärker anzugreifen.

Momentan haben Sie keinen Diesel im Angebot. Wird sich das ändern?

Heinz: Derzeit nein, und dies ist auch nur bedingt nötig in den von uns vertretenden Segmenten, in denen der Diesel-Anteil insgesamt unter 20 Prozent liegt. Aber für den Terios bieten wir zum Jahresende 2009 eine Autogas-Lösung. Der Markt ist für uns interessant - dieses Jahr rechne ich mit 300.000 Autogas-Umbauten in Deutschland über alle Marken hinweg. Wir wollen in diese Nische stärker einsteigen - und der Terios ist der erste Schritt.

Daihatsu ist die Kleinwagenmarke des Toyota-Konzerns. Wird es irgendwann auch sichtbare Synergien in Deutschland geben?
Heinz: Nein, wir behalten zwei komplett getrennte Vertriebsorganisationen, nur in Japan nutzen wir Synergien. Ansonsten bleiben wir zwei Schwestern im Markt, die sich sehr gut vertragen.

Wie positionieren Sie Ihre Marke im deutschen Markt?
Heinz: Wir positionieren Daihatsu als die japanische Qualitätsmarke für Klein- und Kompaktwagen, die individuelle Mobilität zu erschwinglichen Kosten bietet. Wir sind die Marke, die das Thema "Cost-of-Ownership" am besten im Griff hat: vom Anschaffungspreis über die laufenden Kosten bis hin zum Restwert. Da werden Sie kein besseres Angebot finden.

Was sehen Sie als größte Herausforderung für die Zukunft?

Heinz: Wir wollen unser Händler-Netz fit machen für die Herausforderungen der nächsten Jahre. Daihatsu-Kunden sind überdurchschnittlich zufrieden sowohl mit ihrem Fahrzeug als auch mit ihrem Händler. Diesen Status wollen wir halten und ausbauen. Wir glauben dabei, dass uns der Trend zu erschwinglicher und ökologisch weniger bedenklicher Qualität sehr entgegenkommt.

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