Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Daimler-Betriebsrat

10.000 Jobs in Gefahr

Foto: Daimler-Chrysler

Bei Daimler-Chrysler stehen bei Mercedes und in der Nutzfahrzeugsparte wegen der Sparpläne des Unternehmens nach Betriebsratsangaben insgesamt über 10.000 Jobs auf dem Spiel.

24.06.2004

Die Forderung des Vorstands, Neuinvestitionen in die Modellpalette der C-Klasse und in die Nutzfahrzeuge an deutliche Kostensenkungen zu koppeln, sei nicht akzeptabel. "Es geht um die Zukunft unserer inländischen Werke und um unsere Arbeitsplätze. Wir lassen uns nicht erpressen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende und Vize-Aufsichtsratschef Erich Klemm am Donnerstag (24.6.) in Nürtingen bei Stuttgart.

Eingriffe in den Tarifvertrag wie Kürzungen bei bezahlten Pausen oder Zuschlägen seien nicht hinnehmbar. Sollte der Vorstand hart bleiben, sei ein Arbeitskampf nicht ausgeschlossen. "Wir können nicht zulassen, dass mehrere tausend Arbeitsplätze verschwinden", sagte Klemm nach einer Sitzung des Gesamtbetriebsrats. Betroffen seien unter anderem die Werke Sindelfingen, Untertürkheim, Bremen, Mannheim und Wörth.

Hubbert fordert Senkung der Arbeitskosten

Dabei gehe es um einen neuen Pkw-Dieselmotor, Lkw-Motoren und drohendes Outsourcing von Dienstleistungen. "Wir kämpfen um die hohe Stückzahl und die Varianten in der C-Klasse", sagte Klemm. Er kündigte aber an, bei Forschung und Entwicklung einer 40-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich zustimmen zu wollen. Dies betreffe bis zu 10.000 Beschäftigte im Konzern.

Mercedes-Chef Jürgen Hubbert fordert eine deutliche Senkung der Arbeitskosten und deutete einen stärkeren Konkurrenzkampf unter den Standorten an. Gerade im größten Mercedes-Werk in Sindelfingen mit rund 30.000 Beschäftigten gebe es Handlungsbedarf. Klemm betonte, die Werke würden sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Die Verhandlungen mit dem Daimler-Chrysler-Vorstand sollen an diesem Freitag fortgesetzt werden.

Täglich wissen was läuft
Hier gibt´s den Gratis-Newsletter rund um Auto, Motor und Sport.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden