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Daimler Büro-Technik

Daimler wechselt von IBM- zu Microsoft

Daimler Logo Foto: dpa

Der Automobilkonzern Daimler stellt mehr als 180.000 Arbeitsplätze auf Büro- und Kommunikations-Software von Microsoft um. Das Unternehmen habe sich nach einem Test für die E-Mail-Lösung Outlook/Exchange und weitere Microsoft-Anwendungen zur Zusammenarbeit entscheiden, teilten beide Gesellschaften am Donnerstag (30.9.) mit.

30.09.2010

Bisher nutzte die Daimler AG dafür die IBM-Software Lotus Notes. "Wir gehen von signifikanten Effizienzgewinnen aus", erklärte Daimler-Sprecherin Helen Däuwel. "Komplexität und Kosten des IT-Betriebs können durch die Nutzung von Standardprodukten in einer durchgängigen und einheitlichen Umgebung signifikant gesenkt werden." Der Endanwender erhalte gleichzeitig neue Möglichkeiten für eine flexible, standortübergreifende Zusammenarbeit.

Interne Kommunikation verbessern

Die Microsoft-Plattform mit den aktuellen Versionen von Office, Exchange Server und SharePoint ermöglicht den Austausch und die gemeinsame Zusammenarbeit an Dokumenten. Integriert sind auch das Instant Messaging für die direkte Kommunikation zwischen Mitarbeitern sowie Web-Konferenzen.
 
Den Aufbau der erforderlichen Infrastruktur übernimmt ein Service- Provider auf der Grundlage einer sogenannten Private Cloud - diese Technik für die Bereitstellung von IT-Dienstleistungen im Netz ermöglicht eine flexible Anpassung an sich ändernde Anforderungen. Die Entscheidung von Daimler zeige, "dass das Thema Cloud in den Unternehmen angenommen wird", erklärte der Microsoft-Geschäftsführer in Deutschland, Ralph Haupter.
 
Im Software-Bereich der sogenannten Groupware hat Microsoft Exchange in den vergangenen Jahren Marktanteile hinzugewonnen. Nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Techconsult hat der Windows- Hersteller weltweit einen Anteil von 61 Prozent. Die IBM-Technik Lotus Notes/Domino wird demnach von 21 Prozent genutzt. Weitere Anbieter sind Novell mit Groupwise und Google mit seinen Webanwendungen.
 
Auf einer Konferenz von Microsoft mit Partnerunternehmen sagte ein Teilnehmer am Donnerstag in Darmstadt, IBM habe es verpasst, Lotus Notes sinnvoll weiterzuentwickeln.
 

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