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Daimler-Chrysler

Bessere Erträge

Foto: Daimler-Chrysler

Update ++ Trotz der Milliardenkosten für den Personalabbau und die Smart-Sanierung rechnet der Autokonzern Daimler-Chrysler in diesem Jahr mit mehr Gewinn. Man erwarte einen operativen Ertrag von mehr als sechs Milliarden Euro nach 5,2 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

27.04.2006

Dies teilte Daimler-Chrysler am Donnerstag (27.4.) in Stuttgart mit. Die erste Gewinnprognose für das Jahr 2006 war mit Spannung erwartet worden.

Wie der Autobauer weiter berichtete, stieg der Operating Profit im ersten Quartal 2006 auf 891 (Vorjahr: 628) Millionen Euro. Die Mercedes Car Group mit der Kernmarke Mercedes-Benz reduzierte ihren Verlust von 954 Millionen Euro auf 678 Millionen Euro. Die Börse reagierte am Mittag enttäuscht, der Kurs sank zeitweilig um 5 Prozent auf 44,37 Euro. Finanzchef Bodo Uebber betonte, es bleibe bei einem Renditeziel von sieben Prozent für die Mercedes Gruppe im Jahr 2007. "Ich bin für die nächsten Quartale sehr optimistisch." Bereits im abgelaufenen Quartal hätte der operative Gewinn ohne die Sondereffekte bei mehr als 300 Millionen Euro gelegen.

In dem prognostizierten operativen Gewinn für 2006 seien die Aufwendungen für die Sanierung von smart und den Personalabbau in der Verwaltung und der Mercedes Car Group mit zusammen 1,9 Milliarden Euro enthalten. Aus dem MTU-Verkauf sei ein Ertrag von 0,2 Milliarden Euro berücksichtigt. Unterdessen kritisierte der Gesamtbetriebsrat erneut den geplanten Abbau in der Verwaltung, der am Donnerstag im Aufsichtsrat offiziell vorgestellt worden war. Es drohe, bei einem Abbau von 6.000 Stellen wertvolles Know-how verloren zu gehen, dass später wieder aufwendig ersetzt werden müsse.

Beeinflusst war das negative operative Ergebnis in der Mercedes-Gruppe durch die Sanierung der Kleinwagenmarke Smart und den Personalabbau. Die geplante Einstellung des viersitzigen Smart Forfour habe zu Aufwendungen in Höhe von 982 Millionen Euro geführt. Das Personalanpassungsprogramm in der Mercedes-Gruppe belastete das Ergebnis mit 203 Millionen Euro. Ohne diese Kosten habe die Car Group (Mercedes-Benz, Smart, Maybach) ihr operatives Ergebnis deutlich steigern können.

Chrysler erzielte im von Rabattschlachten geprägten US-Markt einen operativen Gewinn von 119 Millionen Euro nach 252 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Wegen hoher Einmalgewinne im ersten Quartal 2005 sank der Gewinn in der Lastwagensparte (unter anderem Mercedes-Benz und Freightliner), von 698 auf 426 Millionen Euro. Kräftig zulegen konnte die Sparten Financial Services (448 Millionen Euro) und der Bereich Van/Bus/Sonstiges (423 Millionen Euro).

Der Konzernumsatz nahm per Ende März um 17 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr erwartet der Autokonzern einen leichten Umsatzanstieg (2005: 149,8 Mrd Euro). Der Absatz werde 2006 auf Vorjahresniveau liegen (2005: 4,8 Mio Autos). Dies gelte auch für die Mercedes Car Group. Stabil werde der Absatz bei Chrysler und in der Lastwagensparte sein.

Ende März waren weltweit mit 368.853 Mitarbeitern rund 18.000 weniger beschäftigt im als Vergleichsquartal. Dies liege am Personalabbau bei Mercedes und dem Verkauf von MTU und anderen Aktivitäten.

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