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Daimler-Chrysler

Betriebsrat-Kritik

Foto: dpa

Der Betriebsrat von Daimler-Chrysler hat am Donnerstag (15.2.) dem Chrysler-Management Versäumnisse in den letzten Jahren vorgeworfen.

15.02.2007

Der jetzt geplante Abbau von 13.000 Stellen bei der Chrysler-Gruppe zeigt nach den Worten des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Daimler-Chrysler, Erich Klemm, dass es die Chrysler-Spitze in den letzten Jahren versäumt habe, die anstehenden strukturellen Probleme dort anzugehen.

In einer Erklärung an alle Mitarbeiter des Daimler-Chrysler-Konzerns heißt es, es habe sich gezeigt, dass Kosteneinsparungen und massiver Personalabbau keine nachhaltige Besserung gebracht hätten. Klemm, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Automobilkonzerns ist, stellte fest: "Vielmehr muss festgestellt werden, dass zum Beispiel bezüglich verbrauchsarmer Motoren und Pkw zu wenig unternommen wurde."

Restrukturierung sozialverträglich umsetzen

Die Arbeitnehmervertreter der IG Metall im Aufsichtsrat von Daimler-Chrysler forderten am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit der amerikanischen (UAW) und der kanadischen (CAW) Automobilgewerkschaft die sozialverträgliche Umsetzung der Restrukturierungspläne für die Chrysler Group in Nordamerika. Wörtlich heißt es: "Die Chrysler-Beschäftigten, ihre Familien und die Gemeinden würden durch den angekündigten Abbau von insgesamt 13.000 Stellen unter erheblichen Druck geraten." Das Unternehmen sei jetzt gefordert, sich mit den schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen auseinander zu setzen.

Klemm erinnerte daran, dass die Arbeitnehmervertreter der IG Metall im Aufsichtsrat von Daimler-Chrysler bereits im Herbst 2006 vom Vorstand ein Konzept verlangt hätten, das den Gesamtkonzern vor einem möglichen finanziellen Abwärtsstrudel bei der Chrysler-Gruppe bewahren sollte. Die Entscheidung des Vorstands vom Mittwoch, alle Optionen zu prüfen, sei deshalb folgerichtig, sagte Klemm. Alternative Lösungen, etwa mit strategischen Partnern, müssten eine Wachstumsstrategie für Chrysler und eine langfristige echte Chance für die Beschäftigten von Chrysler bieten. Der Daimler-Chrysler-Vorstand hatte am Mittwoch auch eine Trennung von Chrysler nicht ausdrücklich ausgeschlossen.

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