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Daimler-Chrysler

Einigung mit Fahr

In der Affäre um Graumarkt-Geschäfte bei Daimler-Chrysler hat sich das Unternehmen mit dem ehemaligen Leiter des Deutschlandsvertriebes, Jürgen Fahr, außergerichtlich geeinigt.

28.09.2006

Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Mittwoch (27.9.) einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" und sagte, beide Seiten hätten Stillschweigen vereinbart. Fahr habe das Unternehmen nun endgültig verlassen.

Dem langjährigen Leiter des Deutschlandvertriebs für die Marken Mercedes-Benz und Maybach war Anfang 2005 fristlos gekündigt worden. In der so genannten Graumarktaffäre waren ihm unter anderem unzulässige Rabattabkommen für Autos mit einer mittelständische Ladenbaufirma vorgeworfen worden. Aber auch der persönlichen Bereicherung war Fahr beschuldigt worden. In der Affäre waren mehrere hochrangige Vertriebsmanager fristlos entlassen worden. Während die Klage des Leiters der Leipziger Mercedes-Benz-Niederlassung dagegen rechtskräftig abgewiesen wurde, steht die Berufungsverhandlung gegen den ehemaligen Leiter der Hamburger Niederlassung, Walter Missing, noch aus. Er hatte in erster Instanz verloren.

Auch Fahr hatte mit seiner Klage auf Wiedereinstellung in der ersten Instanz vor dem Berliner Arbeitsgericht keinen Erfolg und legte Rechtsmittel ein. Kurz vor dem Berufungstermin an diesem Donnerstag erfolgte nun die außergerichtliche Einigung. In dem Zeitungsbericht hieß es, Fahr dürfte von Daimler-Chrysler wohl einen sechsstelligen Euro-Betrag erhalten. Außerdem dürfte der Automobilhersteller seine Strafanzeige zurückziehen.

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