Daimler-Chrysler expandiert in Russland

Daimler-Chrysler wird sein Händlernetz in Russland weiter ausbauen. Zu den bisherigen 35 Vertragshändlern sollen im kommenden Jahr mindestens drei neue hinzukommen, sagte der Präsident von Daimler-Chrysler in Russland, Gerhard Hilgert, am Dienstag (4.11.).

Im laufenden Geschäftsjahr 2003 wird der Autobauer mit seinen russischen Händlern einen Umsatz von 225 Millionen Euro machen und auf dem russischen Markt 4.800 Fahrzeuge verkaufen, davon 1.100 S-Klasse-Modelle. Für das Jahr 2004 peilt Hilgert einen Umsatz von 270 Millionen Euro an und will 5.800 Mercedes- und Chrysler-Fahrzeuge dort verkaufen.

Während Daimler-Chrysler bisher in Russland in allen Millionenstädten mit mindestens einer Niederlassung vertreten ist, will der Konzern jetzt auch in Städte mit 800.000 Einwohnern gehen. Auf russischen Straßen laufen zur Zeit etwa 150.000 Mercedes-Pkw, die nicht älter als zehn Jahre sind, sagte der DC-Präsident. Davon allein 60.000 in Moskau und 27.000 in St. Petersburg.

Russland vermittelt Stabilität

Die Mercedes-Händler in Russland haben nach seinen Worten in den vergangenen drei Jahren weit über 60 Millionen Euro investiert. Von Daimler-Chrysler seien zur Zeit in Russland etwa 3.200 Mitarbeiter direkt oder indirekt abhängig. Auf Neufahrzeuge erhebt Russland 25 Prozent Importsteuer und nochmals 20 Prozent Mehrwertsteuer.

Matthias Kleinert, der für die Außenpolitik des Konzerns zuständig ist, sagte am Dienstag, die Wirtschaftspolitik Russlands vermittle mehr und mehr politische Stabilität. Durch die Aufnahme neuer osteuropäischer Länder in die EU verspreche sich der Konzern neue Impulse für das Russlandgeschäft. Russland sei derzeit dabei, seine Verkehrsinfrastruktur weiter auszubauen. Der Individualverkehr sei für Russland von großer Bedeutung. Deshalb sehe Daimler-Chrysler im russischen Markt "absolut große Chancen" für seine Produkte.

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dpa

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