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Daimler-Chrysler

Jobabbau auch gegen Widerstand

Die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat von Daimler-Chrysler haben am Freitag (16.12.) die vom Vorstand geplante Personalkürzung um 8.500 Stellen abgelehnt. Dennoch wird es bei dem geplanten Abbau für das Jahr 2006 bleiben, weil der Aufsichtsrat am Freitag mit Mehrheit der Personalstreichung zugestimmt hat.

16.12.2005

Der Vorstand des Konzerns hatte in der Sitzung dem Aufsichtsrat die Operative Planung für die Jahre 2006 bis 2008 zur Beschlussfassung vorgelegt. Dabei sollte außer der Kürzung der Planstellen im Jahr 2006 auch die Personalplanung für die Folgejahre beschlossen werden. Keine Angaben machten Betriebsrat und Vorstand am Freitag allerdings darüber, welcher Abbau an Stellen in den Jahren 2007 und 2008 geplant sei. "Es bleibt bei allen operativen Planungen bis zum Jahr 2008", sagt der Konzernsprecher.

Die betrieblichen und gewerkschaftlichen Arbeitnehmervertreter der IG Metall im Aufsichtsrat verweigerten der gesamten Operativen Planung 2006 bis 2008 ihre Zustimmung, heißt es in einer Mitteilung des Gesamtbetriebsrates. Aus ihrer Sicht ist der geplante Personalabbau Ergebnis einer "einseitigen Ausrichtung der Unternehmensführung auf die Steigerung des Shareholder Values auf dem Rücken der Belegschaft." An den Standorten würden bei einem Personalabbau in dem vom Vorstand vorgeschlagenen Umfang Personalengpässe entstehen, die Prozesse und Abläufe gefährden und damit zu erheblichen Belastungen für die Beschäftigten führen, heißt es.

Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat gehen auch davon aus, dass der Personalabbau in dem vom Aufsichtsrat am Freitag beschlossenen Umfang nicht realisierbar ist, weil die Beschäftigten weiterhin unter dem Schutz der Zukunftssicherung bis 2012 stünden, die freiwillige und sozialverträgliche Maßnahmen vorsieht. Der Personalchef des Daimler-Chrysler-Konzerns, Günther Fleig, sagte dazu am Freitag: "Auch das Unternehmen steht selbstverständlich zum Zukunftssicherungsvertrag 2012".

Erich Klemm, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, sagte nach der Sitzung: "Nach einer harten Auseinandersetzung haben wir 2004 mit der Zukunftssicherung 2012 ein Schutzschild für die Beschäftigten geschaffen, das auch diese Belastungen aushält." Unabhängig davon müsse der Vorstand alle Möglichkeiten zur Beschäftigungssicherung wahrnehmen.

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