Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Daimler-Chrysler

Manager beurlaubt

Der Automobilkonzern Daimler-Chrysler soll mehrere Manager im Zuge der Korruptionsaffäre um das UN-Hilfsprogramm "Öl für Lebensmittel" beurlaubt haben.

16.01.2006

Nach Angaben des Magazins "Der Spiegel" wurden neun Manager vom Dienst freigestellt, die "Bild"-Zeitung berichtet von sechs hochrangigen Managern der Vertriebssparte Overseas (DCOS, u.a. für Afrika und Russland zuständig) und ihren Mitarbeitern. Die Vereinten Nationen (UN) und die US-Börsenaufsicht SEC untersuchen mögliche Verstöße Daimler-Chryslers und anderer Unternehmen gegen Irak-Sanktionen der Weltorganisation bereits seit Monaten.

Daimler-Chrysler äußerte sich auf Anfrage nicht näher zu den Berichten. "Wir stellen den Ermittlern auf freiwilliger Basis Informationen über die internen Untersuchungen zur Verfügung", sagte ein Sprecher am Samstag (14.1.) lediglich.

Mehrere Mitarbeiter des Konzerns werden laut "Spiegel" verdächtigt, Schmiergelder gezahlt zu haben, um im Rahmen des Programms "Oil for Food" (Öl für Lebensmittel) Lastwagen an das ehemalige irakische Regime von Saddam Hussein verkaufen zu können.

Im Ende Oktober veröffentlichten Bericht über Korruption und Bestechung im Rahmen des "Öl für Lebensmittel"-Programms der Vereinten Nationen waren mehr als 2.200 Unternehmen genannt, die Schmiergelder an irakische Stellen gezahlt hatten, um Aufträge zu bekommen. Unter den zahlreichen deutschen Firmen befanden sich neben Daimler-Chrysler auch Siemens, Fresenius und Carl Zeiss. Siemens in München hat die Vorwürfe, die sich gegen Tochterunternehmen in Frankreich, Türkei sowie gegen Osram Middle East richteten, zurückgewiesen.

Das US-Justizministerium ermittelt nach Informationen des Magazins außerdem gegen Daimler-Chrysler, weil führende Manager angeblich in mehr als einem Dutzend Länder Schmiergelder gezahlt haben sollen. Diese Untersuchungen sollen auf die Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters des Konzerns zurückgehen. Der Mann behaupte, er sei entlassen worden, weil er sich intern über Schmiergeldzahlungen beschwert habe.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige