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Daimler-Chrysler

Stellenabbau im Lkw-Werk

Daimler-Chrysler will einem Zeitungsbericht zufolge in seinem Lkw-Werk im südpfälzischen Wörth 1.200 der 9.600 Stellen abbauen. Damit entfiele der Großteil des in der Nutzfahrzeugsparte geplanten Stellenabbaus von 2.000 Stellen auf das größte deutsche Lastwagenwerk in Wörth, berichtete die Ludwigshafener Tageszeitung "Die Rheinpfalz" am Dienstag (20.12.).

20.12.2005

Die angeblich vom Aufsichtsrat beschlossenen Stellenabbaupläne waren bisher vom Konzern nicht bestätigt worden. Dem Bericht zufolge will das Unternehmen in Wörth gut 800 befristet Beschäftigte nicht fest anstellen, zudem drohe bis 2008 der Abbau von 400 festen Jobs.

Am Standort Mannheim wolle Daimler-Chrysler außerdem 340 der 8.300 Stellen abbauen. Nach Angaben einer Sprecherin werde erst im Januar entschieden, ob die bis Ende September 2006 laufenden Verträge der befristet Beschäftigten in Wörth verlängert werden.

Nach Angaben des Blattes rechnet das Unternehmen für dieses Jahr in der Nutzfahrzeugsparte mit einem Plus beim Betriebsgewinn um rund 800 Millionen auf 2,1 Milliarden Euro steigen soll. Für 2006 werde wegen einer schwächeren Nutzfahrzeug-Konjunktur allerdings ein Rückgang auf 1,8 Milliarden Euro erwartet. In der Mercedes Car Group werde nach einem Verlust von 500 Millionen Euro in diesem Jahr 2006 der Gewinn auf 2,8 Milliarden Euro steigen.

Der baden-württembergische IG-Metall-Chef Jörg Hofmann sagte der "Stuttgarter Zeitung", dass der geplante Arbeitsplatzabbau nicht gerechtfertigt sei. Der Beschäftigungspakt bis 2012 sei jetzt Gold wert. Es gebe keinen Anlass, an der Vertragstreue des Vorstandes zu zweifeln. Hofmann forderte das Management auf, sich zur Sicherung von Arbeitsplätzen mehr einfallen zu lassen, als einfach die Belegschaft an eine schrumpfende Produktion anzupassen. Der scheidende Konzernchef Jürgen Schrempp sei mit der Devise angetreten, er wolle Gewinne sehen. Der neue Chef Dieter Zetsche "macht es etwas mehr auf die amerikanische Art: Ich will Köpfe sehen." Das sei angesichts der Gewinne, die der Autokonzern erreiche, überhaupt nicht angebracht, sagte Hofmann.

Insgesamt will Daimler-Chrysler in den kommenden Jahren nach unbestätigten Berichten etwa 16.000 Arbeitsplätze streichen. Darin enthalten ist der bereits bekannte Abbau von 8.500 Stellen in den deutschen Pkw-Werken. Der künftige Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche will Medienberichten zufolge 2008 einen Rekordgewinn ausweisen und deshalb den Stellenabbau forcieren. Zusätzlich zu den bereits geplanten 8.500 Jobs sollen weitere 6.000 Stellen bei Mercedes und etwa 2.000 Arbeitsplätze in der Nutzfahrzeugsparte wegfallen.

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