"Mit den gegebenen Rahmenbedingungen ist eine lokale Fertigung wirtschaftlich nicht darstellbar", sagte Konzernvorstand Rüdiger Grube dazu.
Vor allem die steuerlichen Unterschiede hinsichtlich der verschieden Fertigungstiefen bei Teilesatz- und Komplettmontage stellten nach Einschätzung von Daimler-Chrysler im internationalen Vergleich einen gravierenden Wettbewerbsnachteil dar.
Bereits Anfang November hatte der Autokonzern die Verhandlungen über eine Pkw-Montage überraschend abgebrochen. Noch im Mai hatten DaimlerChrysler-Konzernchef Jürgen Schrempp und der russische Präsident Wladimir Putin den baldigen Produktionsstart in Aussicht gestellt. Investiert werden sollten etwa 80 Millionen Euro. Damals war auch die Rede von einem Streit der Ministerien für Industrie sowie für Wirtschaft untereinander.
In den vergangenen Monaten hatte Daimler-Chrysler nach eigenen Angaben mehrere Standorte in Russland, unter anderem in Moskau und St. Petersburg, untersucht. Sollten sich die derzeitigen Rahmenbedingungen ändern, werde der Autokonzern in die nächste Phase der Umsetzung des Projekts gehen. "Unsere Gespräche mit den zuständigen Regierungsstellen zur Realisierung unserer Pläne laufen weiter", betonte Grube.
Daimler-Chrysler stoppt Russland-Werk
Update ++ Daimler-Chrysler hat seine Pläne für eine Mercedes-Benz-Produktion in Russland vorerst auf Eis gelegt. Das Unternehmen bestätigte am Mittwoch (14.12.), dass das Projekt "auf absehbare Zeit" nicht weiter verfolgt werde.
Autor: dpa


