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Daimler-Chrysler

Ziel trotz Gegenwind erreicht

Foto: Daimler-Chrysler

Update ++ Daimler-Chrysler hat 2003 trotz eines deutlichen Gewinn- und Umsatzrückgangs die selbstgesteckten Ziele erreicht. Der operative Gewinn ohne Sondereffekte habe 5,1 Milliarden Euro betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch (4.2.) in Stuttgart mit. Damit habe man in einem sehr schwierigen Marktumfeld das eigene Ziel von rund fünf Milliarden Euro im laufenden Geschäft erreicht, hieß es.

04.02.2004

Der Konzerngewinn sackte vor allem wegen der Abwertung der Beteiligung am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS drastisch von 4,7 Milliarden Euro auf 448 Millionen Euro. Dennoch wird dem Aufsichtsrat eine unveränderte Dividende von 1,50 Euro je Aktie vorgeschlagen, was einer Dividendensumme von rund 1,52 Milliarden Euro entspricht. Endgültig entscheidet die Hauptversammlung am 7. April in Berlin. Aus dem Konzern war dazu zu hören, dass man mit der im Vergleich zum Konzerngewinn hohen Dividendensumme auch die positiven Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr unterstreichen wolle.

Die Abschreibung der Beteiligung an EADS (33 Prozent) in Höhe von fast zwei Milliarden Euro musste wegen des deutlich verschlechterten Aktienkurses nach den US-Rechnungslegungsgrundsätzen im dritten Quartal vorgenommen werden. Zum 31. Dezember 2003 habe der Marktwert wieder um etwa 1,4 Milliarden über dem reduzierten Buchwert gelegen. Dieser Betrag darf aber nicht wieder aufgeschlagen werden, sondern wird den stillen Reserven zugerechnet.

Der Konzernumsatz fiel hauptsächlich wegen des schwachen Dollar um sieben Prozent auf 136,4 Milliarden Euro. Auch der schwächere Fahrzeugabsatz machte sich dabei bemerkbar. Die Erlöse lagen damit im Rahmen der nach dem dritten Quartal geäußerten Erwartungen. Wechselkursbereinigt hätte es allerdings ein Umsatzplus von drei Prozent gegeben.

Mit Sondererträgen von rund einer Milliarde Euro aus dem Verkauf der Triebwerkstochter MTU und 469 Millionen Euro Aufwendungen aus dem Chrysler-Restrukturierungsprogramm betrug der operative Gewinn 5,7 Milliarden Euro und lag damit 1,1 Milliarden unter dem Vorjahreswert (6,8 Milliarden Euro). Analysten erklärten, aus diesen Zahlen sei nicht zu erkennen, ob die amerikanische Chrysler-Group nach dem Milliardenverlust im zweiten Quartal das Ziel eines leichten operativen Gewinns zum Jahresende noch geschafft habe.

Über die einzelnen Sparten will Daimler-Chrysler auf der Bilanzpressekonferenz am 19. Februar berichten. Die Börse reagierte am Nachmittag kaum auf die Geschäftszahlen. Als sicher gilt, dass Mercedes-Benz wieder den Löwenanteil zum operativen Gewinn beigetragen hat. Aber auch die Nutzfahrzeugsparte und das Finanzierungsgeschäft dürften im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Erträge gesteigert haben.

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