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Daimler

Ermittlungen in Bus-Geschäften

Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen ehemalige Mitarbeiter der Daimler-Bustochter Evobus wegen Bestechung. Es handele sich um einen Anfangsverdacht gegen "fünf bis zehn" Personen, sagte eine Sprecherin der Behörde am Freitag (22.2.) in Stuttgart.

22.02.2008

Hintergrund sind offenbar unsaubere Geschäfte mit Bussen in der Türkei und Usbekistan in den Jahren 2001 bis 2006. Mehrere hochrangige Daimler-Manager hatten deshalb Ende 2006 den Stuttgarter Autokonzern verlassen müssen. Daimler kooperiere mit der Staatsanwaltschaft, sagte die Sprecherin.

Den Mitarbeitern werde die Bestechung ausländischer Amtsträger und Untreue vorgeworfen, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Der damalige Autokonzern Daimler-Chrysler hatte die Vorfälle selbst aufgedeckt. Man habe bei einer turnusmäßigen Untersuchung Unregelmäßigkeiten entdeckt, die zur Suspendierung leitender Manager geführt hätten, hatte das Unternehmen im November 2006 mitgeteilt.

Damals mussten unter anderem der Daimler-Chrysler-Buschef und der ehemalige Leiter des türkischen Buswerkes gehen. Gegen den ehemaligen Chef der Bussparte werde aber nicht ermittelt, hieß es in Stuttgart.

In dem Autokonzern hat es seit 2004 mehrere Fällen von Untreue oder Bestechung gegeben, in die etliche Manager verwickelt waren. So ermittelte die US-Börsenaufsicht seit jenem Jahr gegen Mitarbeiter wegen der Zahlung von Schmiergeldern in einem Dutzend Länder vor allem in Afrika, Asien und Osteuropa. 2005 mussten deutsche Vertriebsmanager wegen der Verwicklung in angebliche Graumarktgeschäfte gehen. Unter Konzernchef Dieter Zetsche sind die konzerninternen Anstrengungen zur Vermeidung und Aufklärung solcher Fälle intensiviert worden. Erst vor wenigen Tagen wurde ein hochrangiger Manager als neuer Chef der Anti-Korruptionsabteilung eingesetzt.

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