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Daimler

Gespräche über Standort Sindelfingen

Foto: Daimler 53 Bilder

Die Gespräche zwischen Betriebsrat und Werksleitung über die Zukunft des Daimler-Standortes Sindelfingen haben am Dienstag (8.12.) begonnen.

08.12.2009

Der verbindliche Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen ist Hauptstreitpunkt bei den Gesprächen über die Zukunft des Daimler-Standortes Sindelfingen. Die Vertreter von Werksleitung und Vorstand weigerten sich bislang, die von Daimler-Chef Dieter Zetsche angekündigte Jobgarantie auch schriftlich zu vereinbaren, ließ Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm über eine Sprecherin am Dienstag wissen.

Mitarbeiter fordern sichere Arbeitsplätze bis 2020

Die Arbeitnehmervertreter verlangen, dass bis 2020 keine Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt werden. "In diesem Punkt haben wir keinen Fortschritt erzielt", sagte die Sprecherin. Der Konzern will die Mercedes C-Klasse -Produktion nach Bremen und ins US-Werk in Tuscaloosa (Alabama) verlagern. Die Sprecherin sagte, bei den Ersatzarbeitsplätzen sei man dagegen "auf einem guten Weg". Im Gespräch ist unter anderem die Rückverlagerung von Aufgaben in das größte Daimler-Pkw-Werk, etwa der Produktion von Werkzeugen und Autositzen. Außerdem soll am Standort das Zentrum für Forschung und Entwicklung neuer Technologien gestärkt werden.

Verlagerung der Mercedes C-Klasse soll Arbeitsplätze schaffen

Zetsche hatte vor tausenden Beschäftigten bei Betriebsversammlungen am Montag angekündigt, dass die nächste Generation der Mercedes E-Klasse und S-Klasse in Sindelfingen gebaut wird. Insgesamt entstünden 200 Jobs mehr als durch die Verlagerung der Mercedes C-Klasse-Produktion nach Bremen und ins US-Werk Tuscaloosa verloren gingen. "Die Arbeitnehmer wollen eine Unterschrift unter das, was Zetsche ihnen versprochen hat", sagte die Sprecherin von Klemm.

Auch die Beschäftigung der Zulieferer muss berücksichtigt werden

Auch IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann schloss sich der Forderung an. "Sonst wächst der Vertrauensverlust der Mitarbeiter gegenüber dem Vorstand weiter", betonte er in Stuttgart. Bei den Verhandlungen gelte es auch, die Beschäftigung in der Region, insbesondere bei den Zulieferern, zu berücksichtigen. Es sei notwendig, dass die angebotenen Arbeitsplätze auch der Qualifikation der heutigen Beschäftigten entsprechen.

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