Im Vorjahresquartal hatte der Premiumhersteller noch einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro
ausgewiesen.
Herbe Einschnitte für die Daimler-Arbeiter erwartet
Die Autokrise hat die Stuttgarter fest im Griff, der Absatz bei Pkw und Nutzfahrzeugen brach um ein Drittel ein. Die Werke sind nicht ausgelastet, unzählige Autos stehen auf Halde. Gegensteuern will Konzernlenker Dieter Zetsche mit einem vier Milliarden Euro schweren Sparpaket. Zehntausenden Beschäftigten werden herbe Lohneinbußen abverlangt.
Mit einem Bündel von Maßnahmen sollen beim Personal, in der Verwaltung und in der Organisation die Kosten drastisch gesenkt werden. Zehntausenden Mitarbeitern der Daimler AG in Deutschland stehen Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnausgleich bevor. In den deutschen Werken sollten die von den Sparplänen betroffenen 141.000 Beschäftigten am Dienstag auf außerordentlichen Betriebsversammlungen über die geplanten Einschnitte informiert werden. Zetsche hatte langfristig selbst Entlassungen nicht mehr ausgeschlossen, falls die Krise weiter andauert.
Zetsche rechnet mit deutlich negativem Ergebnis auf in Q2
Zetsche sieht auch in den nächsten Monaten schwierige Zeiten auf den Konzern zukommen. Für das zweite Quartal rechnet er erneut mit einem deutlich negativen Ergebnis. Erst für die zweite Jahreshälfte hat er einen ersten Hoffnungsschimmer ausgemacht. Im Jahresverlauf werde mit einer schrittweisen Verbesserung beim operativen Ergebnis gerechnet, hieß es. Für das Gesamtjahr geht der Autobauer weiter von Rückgängen bei Umsatz und Absatz aus.
Pkw-Sparte fährt 1,3 Milliarden Euro Verlust ein
In den ersten drei Monaten 2009 brach das operative Ergebnis (EBIT) von zwei Milliarden Euro auf minus 1,4 Milliarden Euro ein. Allein in der Pkw-Sparte fuhr Daimler einen operativen Verlust von 1,1 Milliarden Euro (Vorjahr: plus 1,2 Milliarden Euro) ein. Weltweit verkauften die Stuttgarter mit 332.300 Pkw und Nutzfahrzeugen 34 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Der Umsatz schrumpfte von 24 Milliarden Euro auf 18,7 Milliarden Euro.Die Daimler-Aktie rutschte nach den Zahlen tief ins Minus.
Mit dem Milliardenverlust im ersten Quartal habe die Pkw-Sparte aber voraussichtlich die Talsohle erreicht, teilte Daimler mit. Im zweiten Halbjahr werde hier wieder mit schwarzen Zahlen gerechnet. Dagegen werden in der Lkw-Sparte nach einem Verlust von 142 Millionen Euro im ersten Quartal auch in den nächsten Monaten weitere Belastungen erwartet.




