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Daimler in Sindelfingen

Daimler und Betriebsrat legen Streit bei

Daimler Logo Foto: dpa

Daimler hat seinen Streit mit dem Betriebsrat um Produktionskürzungen im größten Pkw-Werk Sindelfingen beigelegt. "Wir haben mit dem Betriebsrat eine Einigung erzielt, bei der wir uns in wesentlichen Punkten durchsetzen konnten", erklärte Werkleiter Willi Reiss am Mittwoch (17.10.).

17.10.2012 dpa

Ausgangspunkt des Konflikts waren Kürzungen bei der Mercedes S-Klasse gewesen. Der Autobauer kann die Produktion nach der Einigung nun wie geplant bis zum bevorstehenden Modellwechsel auf Einschichtbetrieb umstellen. Dafür dürfen die Mitarbeiter ihren gewohnten Wechselschicht-Rhythmus beibehalten, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung von Daimler und dem Betriebsrat. Die Arbeitnehmerseite bezeichnete das Ergebnis als "tragfähige Lösung".

Auch ein weiterer Streitpunkt - die Arbeitszeitkonten der Beschäftigen - ist den Angaben zufolge beigelegt. Der Autobauer hatte zuvor die Betriebsvereinbarung gekündigt und eine Schlichtungsstelle angerufen, weil keine Einigung in Sicht war. Die Kündigung der Betriebsvereinbarung hat Daimler den Angaben zufolge nun zurückgenommen.

"Die Belegschaft und der Betriebsrat haben durch eine klare Haltung ihre Ziele erreicht", erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann zu dem Ergebnis. "Damit wurde die Basis einer gewachsenen Mitbestimmungskultur gesichert." Hofmann ist Mitglied im Aufsichtsrat der Daimler AG und hatte den Konzern während der Streitigkeiten scharf kritisiert. Derzeit arbeiten in Sindelfingen 15.000 Menschen in der Produktion, davon 2.500 bei der S-Klasse.

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