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Daimler

Autobauer kehrt operativ in Gewinnzone zurück

Foto: dpa 53 Bilder

Daimler hat nach einer monatelangen Durststrecke die Trendumkehr geschafft und ist operativ in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach drei Quartalen mit roten Zahlen in Folge habe der Autobauer im dritten Vierteljahr erstmals wieder einen operativen Gewinn eingefahren, teilte das Unternehmen am Montag (19.10.) in Stuttgart mit.

20.10.2009

Zum Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 470 Millionen Euro hat vor allem die Pkw-Sparte beigetragen. Nach tiefroten Zahlen im ersten Halbjahr verbuchte Mercedes-Benz Cars ein operatives Plus von 355 Millionen Euro.

Busse und Vans tragen zum positiven Ergebnis bei

Damit trägt das Sparprogramm von Daimler-Chef Dieter Zetsche erste Früchte. Außerdem hatte sich die Talfahrt beim Absatz in den vergangenen Monaten verlangsamt. Im zweiten Quartal hatten die Stuttgarter operativ noch einen Verlust von einer Milliarde Euro gemacht, allein die Pkw-Sparte hatte ein Minus von 340 Millionen Euro verkraften müssen. Zur positiven Entwicklung im dritten Quartal trugen des weiteren die Bussparte 23 Millionen Euro bei, Mercedes-Benz Vans eine Million Euro und die Finanz-Sparte Daimler Financial Services 101 Millionen Euro. Im Vergleich zum dritten Quartal 2008 ließen die Stuttgarter dennoch weiter Federn.

Der Umsatz lag von Juli bis September bei 19,3 Milliarden Euro, nach 23,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBIT sackte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 178 Millionen Euro ab. Vor allem das Nutzfahrzeuggeschäft macht den Stuttgartern weiter Sorgen. Im dritten Quartal fuhr die Sparte einen Verlust von 127 Millionen Euro ein. Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller sieht jedoch Licht am Ende des Tunnels. "Unsere Auftragseingänge ziehen seit Mitte des Jahres wieder leicht an", sagte Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler in Berlin. "Unsere Marktanteile haben wir in allen relevanten Märkten ausgebaut." Zuwächse gab es Unternehmensangaben zufolge in Nordamerika und Westeuropa.

Minus bei Mercedes-Benz, Smart und AMG

Wegen der Krise sind derzeit in den Daimler-Werken in Deutschland 27.400 Menschen in Kurzarbeit. Erst am Wochenende hatte Daimler eine Verschärfung des Sparprogramms angekündigt. Die angestrebten Einsparungen von vier Milliarden Euro würden deutlich überschritten, die Überschreitung liege im zweistelligen Prozentbereich, hatte Zetsche dem Magazin "Wirtschaftswoche" gesagt. "Wir sparen an allem, was nicht unseren Fahrzeugen zugute kommt." Es gebe "praktisch keinen Prozess, den wir nicht noch deutlich effizienter machen könnten." Zetsche sagte, in der Pkw-Sparte solle der Absatz bis zum Jahr 2015 von derzeit rund einer Million auf 1,5 Millionen Stück steigen.

Nach neun Monaten in diesem Jahr liegen die Verkäufe der Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach um fast 16 Prozent im Minus bei 825.600 Exemplaren. Zetsche hatte schon zuvor angekündigt, im zweiten Halbjahr mit den Personenwagen operativ schwarze Zahlen zu schreiben. Der vollständige Quartalsbericht soll am 27. Oktober veröffentlicht werden.

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