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Daimler

Kurzarbeit möglich

Foto: dpa

In den Mercedes-Werken drohen den Beschäftigten nach der Weihnachtspause weitere Produktionskürzungen und sogar Kurzarbeit.

15.11.2008

Wie auto motor und sport aus Unternehmenskreisen erfahren hat, verhandelt derzeit Daimler-Personalvorstand Günther Fleig mit Betriebsratschef Erich Klemm über eine Verkürzung der Arbeitszeiten in mehreren Werken. An einzelnen Standorten sind Produktionskürzungen aber nicht mehr über Arbeitszeitkonten möglich, sondern nur noch über Kurzarbeit.

Nach Angaben des Betriebsrats gibt es bei Mercedes kaum noch Leiharbeiter, so dass nun die Mercedes-Mitarbeiter weitere Einschränkungen hinnehmen müssen. Kürzungen der Arbeitszeit seien nur noch in einigen Werken möglich, so in Untertürkheim, wo es noch genügend Überstunden auf den Zeitkonten gibt. Dagegen ist das Hauptwerk Sindelfingen schon seit Sommer nicht mehr ausgelastet. Nach der ausgedehnten Weihnachtspause haben die Mitarbeiter dort voraussichtlich rund 200 Stunden auf den Konten, die sie noch abarbeiten müssen.

Vor allem Hauptwerk in Sindelfingen betroffen

Das Mittel Zeitkonto ist damit in Sindelfingen ausgereizt. Dem Werk droht deshalb Kurzarbeit. In einem solchen Fall müssten die Mitarbeiter schätzungsweise mit Lohneinbußen von rund drei Prozent rechnen. Kommt es zu einer längeren Reduzierung der Arbeitszeit, könnte gar ein Minus von 14 Prozent drohen, heißt es in Gewerkschaftskreisen. In diesem Fall würde die Arbeitszeit um fünf Stunden pro Woche gekürzt. Betriebsbedingte Kündigungen der Stammbelegschaft sind bis Ende 2011 jedoch vertraglich ausgeschlossen.

Betriebsratschef Klemm soll angeblich auf rasche Ergebnisse der Gespräche drängen, damit bis zur Betriebsversammlung am 8. Dezember Klarheit herrscht und die Beschäftigten ab dem 11. Dezember nicht ohne Ansage in die Weihnachtspause gehen.

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