Die Höhe der möglichen Beteiligung an Kamaz nannte Daimler nicht. Das Unternehmen verwies darauf, dass man "generell" einen Antrag eingereicht habe. Eine Entscheidung des Stuttgarter Automobilkonzerns, ob man sich überhaupt an Kamaz beteilige, sei noch nicht getroffen worden. Das Bundeskartellamt hatte bereits am 5. Dezember auf seiner Internetseite den Antrag von Daimler veröffentlicht.
Die Sprecherin des Daimler-Konzerns erklärte am Mittwoch: "Wir prüfen weiterhin zwei Optionen für das Nutzfahrzeuggeschäft in Russland. Dazu gehören der Aufbau einer eigenen Fabrik oder ein Einstieg bei Kamaz. Gleichzeitig erklärte sie: "Bis zum Ende des Jahres wird eine Entscheidung bekanntgegeben." Die russische Agentur Interfax hatte am Mittwoch mitgeteilt, Daimler habe sich für den Einstieg bei Kamaz entschieden.
Kamaz sieht sich selbst als größter Autohersteller in Russland und als weltweite Nummer elf unter den Nutzfahrzeugherstellern. Zugleich zählt sich das Unternehmen zu den weltweit größten Herstellern von Dieselmotoren. Der Konzern hat rund 59.000 Beschäftigte. Die Produktionskapazität wird mit 71.000 Lkw, 60.000 Motoren sowie 1.500 Bussen pro Jahr angegeben.




