"Es gibt aber derzeit noch keine konkreten Planungen." Daimler war im Dezember 2008 mit zehn Prozent bei Kamaz eingestiegen und hatte dafür rund 190 Millionen Euro bezahlt.
Daimler verzichtet auf eigenes Russlandwerk
Dafür hatte Daimler auf den Bau eines eigenen Werkes in Russland verzichtet. Ursprünglich wollten die Stuttgarter bis zu 42 Prozent an dem Unternehmen übernehmen. Grund für die geringere Beteiligung waren dem Vernehmen nach Einbußen von Daimler wegen der Krise.
Größter Aktionär bei Kamaz ist laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit 54,4 Prozent das Investmenthaus Troika Dialog. Die russische Staatsholding Rostechnologii, die im vergangenen Dezember die Kamaz-Anteile an Daimler verkauft hatte, will Angaben der russischen Nachrichtenagentur zufolge jetzt von Troika Dialog 13 Prozent der Kamaz-Aktien übernehmen und den eigenen Anteil damit auf etwa 51 Prozent aufstocken. Laut Vertrag zwischen den größten Kamaz-Aktionären Troika, Rostechnologii und Daimler muss der Verkäufer aber seinen Anteil zuerst dem deutschen Konzern anbieten.
Daimler und Kamaz hatten kürzlich angekündigt, ihre Zusammenarbeit auszubauen und eine Absichtserklärung zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens unterzeichnet. Ziel ist, gemeinsam Mercedes-Benz-Lastwagen zu bauen sowie Busse der Marken Mercedes-Benz und Setra in Russland zu vertreiben.



