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Daimler-Prozess

Weiter im Januar

Foto: Daimler-Chrysler

Der amerikanische Schadensersatz-Prozess gegen den Stuttgarter Autokonzern Daimler-Chrysler wird im Januar fortgesetzt. Darauf einigten sich die Streitparteien nach Angaben des Klägeranwalts Alan Stone am Montag (22.12.) bei einer Anhörung in Wilmington (US-Bundesstaat Delaware).

23.12.2003

Bei der Anhörung vor einem Sonderrichter ging es darum, warum Daimler-Chrysler mehr als 60 Seiten wichtige Dokumente vergangene Woche erst zwei Tage vor dem geplanten Prozessende übergeben hatte. Richter Joseph Farnan hatte das Verfahren, in dem US-Investor Kirk Kerkorian das Unternehmen auf mehr als eine Milliarde Dollar Schadensersatz verklagt hat, deshalb vergangenen Montag abrupt ausgesetzt.

"Die Anhörung ist gut gelaufen", sagte Stone. "Es ist aber hart zu sagen, wie es weitergeht. Der Sonderrichter hat sich dazu nicht geäußert." Nach Angaben von Stone halten die Kläger an ihrem Antrag fest, das Verfahren wegen des Daimler-Chrysler-Fehlers zu Gunsten von Kerkorian für beendet zu erklären. Rechtsexperten halten das für unwahrscheinlich. "Die Papiere sind da und der Zeuge auch. Es gibt keinerlei Grund, den Prozess zu beenden", sagte Daimler-Chrysler-Sprecher Han Tjan.

Daimler-Chrysler nannte die späte Dokumentenübergabe vergangene Woche ein unbeabsichtigtes Versehen. Das habe die Klägerseite jedoch nicht beeinträchtigt. Bei den Papieren handelte es sich um Aufzeichnungen des ehemaligen Finanzchefs von Chrysler, Gary Valade. Valade wollte in dem Prozess zu Gunsten von Daimler-Chrysler aussagen.

Kerkorian fühlt sich als ehemaliger Großaktionär von Chrysler betrogen, weil der Zusammenschluss der Unternehmen seiner Ansicht nach eine Übernahme und keine Fusion unter gleichen war.

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