Daimler: Zetsche verschärft Rendite-Ziele

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat nach Medieninformationen ehrgeizige Ziele für den Konzern festgelegt. Wie "Der Spiegel" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, ist Zetsche mit der Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren unzufrieden.

Einer internen Wettbewerbsanalyse zufolge erreichte Daimler von 2002 bis 2006 nur eine durchschnittliche Umsatzrendite von 5,4 Prozent und ein Umsatzwachstum von 3,9 Prozent, heißt es im Magazin. Konkurrenten wie Toyota, Honda, Nissan und Scania schnitten in diesem Zeitraum wesentlich besser ab.

Ein Daimler-Sprecher erklärte dazu am Samstag, bekannt sei, dass alle Geschäftsfelder Effizienz-Programme gestartet haben. Bekannt sei auch, dass die Mercedes Car Group die Umsatzrendite auf zehn Prozent, die Truck Group auf sieben Prozent und die Finance Services auf 14 Prozent steigern wollen. Der Daimler-Sprecher erklärte: "Wir haben für alle Geschäftsfelder klare Ziele definiert."

Auf mehreren Treffen des Top-Managements im konzerneigenen Bildungszentrum am Lämmerbuckel schwor Zetsche die 120 Führungskräfte laut "Spiegel" darauf ein, Daimlers Rendite bis 2010 auf neun Prozent und das Umsatzwachstum auf über fünf Prozent zu erhöhen. In einem Brief an die Führungskräfte stellte Zetsche fest: "Wir müssen besser werden ­ schnell." Deutlich ausweiten will der Konzern sein Geschäft rund ums Automobil, beispielsweise durch das Flottenmanagement und den Verkauf von Versicherungen.

Nachholbedarf sieht Zetsche auch bei Mercedes-Benz. In der A- und B-Klasse müsse die Profitabilität erhöht werden, schreibt das Magazin. Um die Position als führender Premiumhersteller wieder zu erreichen, wollten die Stuttgarter ihre Modellpalette vor allem bei der S-Klasse vergrößern und beispielsweise ein sportliches Coupé entwickeln.

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dpa

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