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Das Grauen der Veterama in 10 Akten

10 Autos, vor denen ich Angst habe

Veterama 2015 in Mannheim Foto: Kai Klauder 67 Bilder

Das Wetter ist leidlich, viele der ausgeladenen Fahrzeuge sind es auch - dafür sind einige von Ihnen wirklich billig - erschreckend billig. Beim näheren Hinsehen dreht sich allerdings das Bild. Ein Rundgang am Insidertag.

09.10.2015 Kai Klauder Powered by

Es geht wieder mal früh los in Mannheim. Offiziell öffnen die Tore erst um 12, doch schon deutlich früher streunen viele Besucher durch die Gänge. Sie sind auf der Suche nach etwas Bestimmten oder neugierig, was es so alles zu entdecken gibt. Ich habe mich zielstrebig auf den Weg gemacht, um mich auf dem Marktplatz umzusehen.

Übler Mercedes 190 und noch schlimmerer Chevy Impala

Empfangen werde ich dort von einem DKW Munga, der mich schmerzlich daran erinnert, dass ich selbst mal zwei davon zur Hälfte besessen habe. Mit meinem Kommilitonen Artur hatte ich sie günstig gekauft - der eine mit einem Golf-Motor, der andere mit Kadett-Triebwerk verunstaltet. Es kam ein Unfall und das Studium dazwischen, die Mungas wurden 2 Jahre später weiterverkauft, weil die Substanz einfach zu marode war. Somit hätten die beiden eigentlich ganz gut hierher nach Mannheim gepasst, denn in diesem Jahr schaue ich vor allem nach Autos, die mir Angst machen.

So wie der Mercedes 190, der schon mehrmals hier bei der Veterama angeboten wurde. Besser wird er nicht mehr, und der aktuelle Zustand treibt mir schon Schweißperlen auf die Stirn. Es ist wirklich sehr schwierig, auf der Karosserie ein Fleckchen zu finden, das noch nicht von braunem Überzug geschmückt wird. Der Preis von 3.600 Euro wirkt vielleicht niedrig, doch was sollte man mit solch einem Wagen anfangen? Ein Aufbau kommt für normal denkende Menschen nicht in Betracht - doch wir sind ja hier auf der Veterama, also von normal denkenden Menschen gibt es hier nicht so viele. Wenn der 190 also irgendwo einen neuen Besitzer finden kann, dann hier.

Ähnlich sieht es mit dem Chevy Impala Station Wagon aus, der in seiner Petrol-Farbe von Weitem mächtig was hermacht. Die Ausmaße gigantisch, die Karosserielinien ungewohnt gegenläufig und verspielt, das 1965er-Modell soll 5.000 Euro kosten. Dafür bekommt man dann rund 2 Tonnen Blech und Grauguss, den es vor dem weiteren Verfall zu retten gilt. Denn auch hier ist an jeder Kante, jeder Sicke und unter jeder Zierleiste böser Schmodder und Rost zu finden. Dazu kommt eine dicke Orangenhaut, die ich so noch nie gesehen habe.

Schöne Silvia von Graf Goertz

Ein wirklich außergewöhnlich schöner Wagen ist der Nissan Silvia GT Sport, der auf der Veterama angeboten wird. Am liebsten würde ich sofort mitnehmen, denn schließlich sieht man den rund 500 mal gebauten nur extrem selten - und in Europa eigentlich fast nie. Doch der Zustand dieses in Australien ausgelieferten Wagens ist schlimm - jedoch nicht hoffnungslos, wenn man etwas blauäugig an die Sache ran geht.

Und noch ein Auto würde ich sofort kaufen: Die 1961er Ente, die so unfassbar schön patiniert im Zentrum des Marktplatzes steht. Was bei mir sofort die "Kaufen! Jetzt! Sofort!-Klicks" verursacht sind folgende Fakten: unberührter Originalzustand, 52.000 km, 1. Hand - und 6.500 Euro Verhandlungsbasis. Doch dann kommt wieder die Angst durch - vor meiner Frau, wenn ich noch ein Auto anschleppen würde, denn schon jetzt sind drei Garagen und ein ehemaliger Hühnerstall mit 2- und 4-rädrigen Fahrzeugen gut gefüllt. Aber einen Stellplatz hätte ich ja noch...

Die restlichen Autos, die mir Angst machen, gibt es in der Fotoshow. Meine ersten Eindrücke auch hier.

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