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Das Kaiserpreis-Rennen 1907

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Das Rennen um den Kaiserpreis fand an gleicher Stelle statt, wie drei Jahre zuvor das Gordon-Bennett-Rennen. Im vom Kaiser so geliebten Taunus sollte sogar ein Teil der alten Strecke genutzt, jedoch in umgekehrter Richtung befahren werden.

30.05.2007 Powered by

Am Rennen durften 40 Fahrzeuge teilnehmen, 92 hatten sich gemeldet. So fanden am 13. Juni 1907 zwei Ausscheidungsrennen statt, in denen sich die endgültigen Teilnehmer qualifizieren mussten. Auch der Kaiser verfolgte von der Tribüne aus das Geschehen, als gegen 4.10 Uhr in der Frühe Emil Schmidt auf einem Dürkopp-Wagen startete. Das Wetter war wenig kaiserlich und viele Autos schieden durch Unfall oder Motorschaden aus.

Fünf Stunden harte Auseinandersetzung auf der Straße

Am 14. Juni 1907, dem Tag des Hauptrennen klarte der Himmel auf und die Straßen trockneten ab und begannen allmählich wieder zu stauben. Ab 6 Uhr starteten im Zwei-Minuten-Abstand die Wagen zu einem mehr als fünfstündigen Kampf um den Sieg. Hunderttausende Menschen säumten die Rennstrecke und jubelten jedem vorbeikommenden Wagen zu.

Schon in der ersten Runde musste Pöge auf Mercedes wegen eines Vergaserdefektes, Florio mit seinem Darraq wegen einer Reparatur am Zylinder, Hugo Wilhelm durch Kollision mit einem Meilenstein und Gabriel auf De Dietrich wegen eines Defektes am Benzinbehälter ausscheiden. Der Italiener Nazzaro hingegen fuhr mit dem Fiat mit einer Stunde und 23 Minuten Rundenbestzeit und hielt die Spitze.

Italien vor Belgien und Deutschland


Das Ende des Rennens nahte und der Kaiser musste feststellen, dass sich kein deutsches Automobil an der Spitze befand. Im Gegenteil, Felice Nazzaro fuhr nach 4 Runden, 5 Stunden, 34 Minuten und 26 Sekunden als erster durch das Ziel, gefolgt mit fünf Minuten Abstand von dem Belgier Hautvast auf Pipe. Weitere 5 Sekunden dahinter folgte der erste deutsche Wagen mit Carl Jörns auf Opel. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Siegers betrug beachtliche 84,81 km/h.

Alle hochgehandelten Favoriten, darunter der Sieger des Gordon-Bennet-Rennen von 1903, Camille Jenatzy mit seinem Mercedes, versagten. Jenatzy benötigte 32 Minuten mehr als der italienische Siegesfahrer. 21 von den gestarteten 39 Teams kamen ins Ziel.

Der Kaiserpreis, vom Oberhaupt selbst entworfen, wurde unter der jubelnden Menge an die Italiener verliehen. Eine große, hübsche Vase ging an das zweitplatzierte, belgische Team. Eine fast 60 Zentimeter hohe Deckelvase wurde schließlich Jörns als besten deutschen Fahrer aus kaiserlicher Hand übergeben. Im Folgenden wurden Jörns und Opel in Deutschland wie Sieger gefeiert.

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