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Das Rätseln der Roten

Foto: dpa 50 Bilder

Ferrari verlor in Sepang nicht nur mit Pauken und Trompeten, das Team von Jean Todt hat auch keine Ahnung warum. Für Versuche, ein etwaiges Problem zu lösen, bleibt vor dem nächsten Rennen keine Zeit.

09.04.2007 Powered by

Jean Todt war nach dem zweiten Saisonrennen geladen. Nach einer völlig unerwarteten Niederlage gegen McLaren-Mercedes nervte ihn  die ständige Diskussion über Ferraris Überlegenheit umso mehr: "Vor drei Wochen hieß es noch, wir seien unschlagbar, aber wir haben gesagt, dass dem nicht so ist. Jetzt hat sich das völlig erledigt", sagte der Franzose.

Tatsächlich hielt sich Todts Mannschaft aber schon für ziemlich schwer besiegbar. Die Daten nach den Dauerläufen waren ermutigend, Fernando Alonso redete Ferrari schon vor dem Rennen zum Sieger. Selbst den leicht angeschlagenen Motor von Melbourne ließ man im Auto. Die Ingenieure glaubten, dass Kimi Räikkönen auch mit aus Sicherheitsgründen reduzierter Drehzahl der Konkkurenz davonfahren könnte - ein Irrtum."Das mit dem Motor hat höchstens eine Zehntelsekunde pro Runde ausgemacht", wiegelt Tost ab.

Die verschollene Sekunde

Tatsächlich fehlten den Ferrari gegenüber den Test- und Trainingsergebnissen bis zu einer Sekunde. Die schnellsten Runden im Rennen fuhren Hamilton und Alonso. Räikkönen und Massa waren eine halbe Sekunde langsamer, Luca Baldisseri wüsste auch gern warum.

Der Ferrari-Taktikchef hat den Verdacht, dass seine Autos beim Verfolgen eines Gegners zu viel Abtrieb verlieren, und der F2007 seine Überlegenheit im Windschatten nicht ausspielen kann.

Zu viel Gewicht

Zudem betankte man die Autos nach dem ersten Stopp länger als vor dem Rennen geplant, und auf keiner Strecke spielt zusätzliches Gewicht eine so große Rolle wie in Malaysia. Zehn Kilogramm mehr Benzin kosten bis zu vier Zehntelsekunden pro Runde.

Doch die Erklärungsversuche können nur ein Teil der Wahrheit sein. Auch mit leeren Tanks waren die Ferrari zu langsam, auch bei freier Fahrt war von der bisherigen Dominanz nichts zu spüren.

Starts müssen besser werden

In jedem Fall hat das Team erkannt, dass die Starts besser werden müssen. In beiden Rennen verlor Kimi Räikkönen beim Start gegen Lewis Hamilton. Die Befürchtung: Sind die roten Renner erst einmal eingeklemmt, fährt die Spitze auch künftig unbedrängt auf und davon.

Bis zum nächsten Rennen in Bahrain (15.4.) bleiben nur ein paar Tage. Nach der Pleite in Sepang will sich Todt nicht zu einer Prognose hinreißen lassen: "Darüber Voraussagen zu machen, wäre idiotisch."

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