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Datenschutz-Affäre

Daimler führte in Bremen noch mehr Krankenlisten

Daimler Werk Bremen Foto: dpa

Der Stuttgarter Autokonzern Daimler hat in seinem Bremer Werk unzulässigerweise noch mehr Krankendaten gespeichert als bislang bekannt. Bei einer internen Kontrolle seien weitere neun Listen aus sieben Abteilungen mit illegal gesammelten Krankendaten gefunden worden.

27.05.2009

Das sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Mittwoch (27.5.) in Stuttgart und bestätigte damit einen Bericht von Radio Bremen.

Datenschützer prüfen Werk Bremen

Die Sprecherin betonte aber, dass es keine Anweisung des Unternehmens gab, solche Listen zu führen. "Das war ein Fehlverhalten von einzelnen Führungskräften."

Der Datenschützer des Autokonzerns hatte eine Prüfung im Werk Bremen veranlasst, nachdem dem Sender vor fünf Wochen eine CD mit Daten von 40 Mitarbeitern zugespielt worden war. Diese hatte Informationen über Krankheitsdauer und Krankheitsgründe der Beschäftigten enthalten. "Wir bedauern, dass es zu solchen Verstößen gekommen ist", sagte die Sprecherin des Unternehmens. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, konnte sie nicht sagen. 

Noch keine Konsequenzen festgelegt

Insgesamt arbeiten in den sieben Abteilungen ihren Angaben zufolge 900 Beschäftigte. Eine Systematik bei der Anfertigung der Listen mit Krankendaten sei nicht zu erkennen. Was die einzelne Führungskraft mit dem Material beabsichtigt habe, sei bislang nicht geklärt. Über die Konsequenzen sei noch nicht entschieden, sagte die Sprecherin.

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