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DC-Einigung

Die Reaktionen

Das Ende der Verhandlungen und die Einigung auf das Sparpaket bei Daimler-Chrysler haben Politiker und Gewerkschafter begrüßt.

23.07.2004

Bundeskanzler Gerhard Schröder hofft auch bei den Verhandlungen bei Volkswagen auf einen Erfolg. "Die zwischen Vorstand, Betriebsrat und IG Metall in langen Verhandlungen erzielte Vereinbarung ist ein Sieg der Vernunft", sagte Schröder (SPD) am Freitag (23.7.) in Berlin. "Der gefundene Kompromiss wird zu einer Verstärkung der konjunkturellen Erholung und Aufwärtsentwicklung beitragen."

Die getroffene Vereinbarung habe zukunftsweisenden Charakter. Die Vereinbarung verschaffe dem Unternehmen mehr Flexibilität in einer immer härteren internationalen Konkurrenz und sie sichere die Arbeitsplätze an deutschen Produktionsstandorten. "Ich bin sicher, dass nach Daimler-Chrysler auch die Verhandlungen bei Volkswagen über Kosteneinsparungen und Beschäftigungssicherung in Deutschland zu einem erfolgreichen Abschluss führen werden", sagte Schröder.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel begrüßte die Einigung als "gut und zukunftsweisend" begrüßt. Arbeitnehmer und Vorstand hätten damit "die klare Priorität für Arbeitsplätze in Deutschland gesetzt", sagte sie in Berlin.

Auch IG Metall zufrieden

Auch der IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters hat den Kompromiss bei Daimler-Chrysler als eine "gute Lösung für den Standort Deutschland" begrüßt. Es könne nicht hoch genug bewertet werden, dass die Arbeitsplätze langfristig abgesichert seien. "Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für acht Jahre ist ein wichtiges Signal", sagte Peters, der sich bisher aus dem Konflikt herausgehalten hatte. Die Beschäftigten hätten jedoch auch schmerzliche Opfer erbringen müssen.

Peters' Stellvertreter Berthold Huber betonte, der Kompromiss spreche für die Flexibilität der Tarifverträge in der Metallindustrie. "Dieses Ergebnis ist eine Ohrfeige für diejenigen, die in dumpfen Forderungen nach generellen Arbeitszeitverlängerungen und im Brechen der Tarifverträge ihr Heil suchen." Die Debatte um die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche bezeichnete der zweite Vorsitzende der Gewerkschaft als "Gespensterdiskussion".

Der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann lobte die nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon erzielte Einigung. Es sei bewiesen worden, dass der Flächentarifvertrag flexibel sei und funktioniere.

VDA: Einigung hat Vorbild-Charakter

Die Einigung zwischen Vorstand und Betriebsrat bei Daimler-Chrysler hat aus Sicht des Verbands der Automobilindustrie (VDA) "Vorbild-Charakter". Besonders die Anpassung der Bezahlung von Dienstleistern und die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche in den Entwicklungs- und Planungsbereichen sollte «auf breiter Front» eingeführt werden, sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk am Freitag (23.7.) in Frankfurt. Der Kompromiss sei "ein gutes Zeichen für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland". Beide Seiten hätten erkannt, dass Beschäftigungssicherung eine Verringerung der Kosten und mehr Flexibilität erfordere.

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