Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

DC-Prozess

Eaton stützt Schrempp

Im Milliarden-Prozess gegen Daimler-Chrysler hat der frühere Co-Vorstandschef Bob Eaton Vorwürfe gegen seinen Ex-Kompagnon Jürgen Schrempp zurückgewiesen.

04.12.2003

"Ich glaube nicht, dass ein Mann die Kontrolle über ein Unternehmen übernehmen kann", sagte Eaton am Donnerstag (4.12.) vor dem Bezirksgericht in Wilmington (US-Staat Delaware).

Der 86-jährige Investor Kirk Kerkorian und seine Firma Tracinda fordern Schadenersatz in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar von dem Autohersteller, weil das Management unter Schrempps Führung den Zusammenschluss zwischen Daimler-Benz und Chrysler 1998 als Übernahme geplant, aber als "Fusion unter Gleichen" getarnt habe.

Eaton sagte, die ungefähr gleichmäßige Besetzung des neuen Vorstands mit ehemaligen Chrysler- und Daimler-Benz-Managern nach der Fusion sei nicht für immer festgeschrieben worden. "Jede Firma muss sich ändern und in der Lage sein, auf den Markt zu reagieren", sagte Eaton. Die Entwicklung, dass ab 2004 nur noch ein Amerikaner im Vorstand vertreten sein würde, habe er allerdings nicht vorausgesehen. Die freimütigen Äußerungen von Schrempp in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung "Financial Times" im Oktober 2000, die Auslöser für Kerkorians Klage waren, hätten auch ihn überrascht und verärgert. Eaton war im März 2000 frühzeitig in den Ruhestand gegangen.

Eaton trat am letzten Verhandlungstag der ersten Prozesswoche in den Zeugenstand. Nächster Höhepunkt ist die Aussage von Schrempp, die Anfang oder Mitte kommender Woche ansteht. Das Verfahren ist bis zum 17. Dezember angesetzt, eine Entscheidung des Richters Joseph Farnan, Jr., wird frühestens im Frühjahr 2004 erwartet. Kerkorian hatte am Mittwoch Spekulationen über einen möglichen Vergleich eine Absage erteilt. Er werde sich niemals mit Daimler-Chrysler außergerichtlich einigen, meinte der Milliardär aus Las Vegas.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden