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DC-Prozess

Kerkorian geht in die Berufung

Foto: dpa

Nach seiner Niederlage im Millionenprozess gegen den Stuttgarter Autokonzern Daimler-Chrysler geht der amerikanische Investor Kirk Kerkorian in Berufung. Das teilte der Anwalt seiner Investmentfirma Tracinda am Donnerstag (28.4.) in Los Angeles mit. Daimler-Chrysler beurteilte seine Chancen als aussichtslos.

29.04.2005

Ein Gericht in Wilmington (US-Bundesstaat Delaware) hatte die Schadensersatzklage von Kerkorian Anfang April zurückgewiesen. Kerkorian hatte vergeblich geltend gemacht, Daimler-Benz habe Chrysler 1998 praktisch übernommen, den Zusammenschluss aber als "Fusion unter Gleichen" verschleiert. Als damals mit 13,75 Prozent der Anteile größtem Aktionär von Chrysler hätte ihm im Fall einer Übernahme eine höhere Prämie zugestanden. Richter Joseph Farnan sah keinen Nachweis für Betrug und urteilte deshalb "in allen Punkten" zu Gunsten von Daimler-Chrysler.

"Wir sind mit dem Urteil, dass die Zusagen, die Tracinda und anderen Chrysler-Aktionären bei dem vorgeschlagenen Zusammenschluss mit Daimler-Benz gemacht wurden, nur kurzfristig Geltung haben, nicht einverstanden", teilte Tracinda-Anwalt Terry Christensen mit. Tracinda lege gleichzeitig Einspruch dagegen ein, dass der Prozess nicht vor ein Geschworenengericht gebracht wurde.

"Das US-Bezirksgericht hat für Tracindas Ansprüche weder eine sachliche noch eine rechtliche Grundlage gesehen, und eine Berufung wird daran nichts ändern", erwiderte Daimler-Chryslers Anwalt Michael Schell. Aus dem Urteil gehe klar hervor, "dass Daimler-Chrysler nichts Unrechtes getan hat und dass Kerkorians Zeugenaussage nicht überzeugen konnte".

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