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DC-Prozess

Zeugenbefragung abgeschlossen

Foto: Daimler-Chrysler

Im Milliardenprozess gegen Daimler-Chrysler in den USA ist am Mittwoch (12.2.) die Zeugenbefragung zu Ende gegangen. Nun müssen die Anwälte des Klägers Kirk Kerkorian und des Autokonzerns ihre Plädoyers schriftlich einreichen.

12.02.2004

Beide Seiten erklärten zum Verhandlungsabschluss, der Prozessverlauf habe ihre eigenen Argumente bestätigt. Kerkorian und seine Investmentfirma Tracinda beschuldigen Daimler, den Zusammenschluss mit Chrysler 1998 von Anfang an als Übernahme durch die Deutschen und nicht als Fusion unter Gleichen geplant zu haben. Deshalb hätte dem damaligen Chrysler-Großaktionär Kerkorian ein größerer Aufschlag auf den Aktienpreis zugestanden.

Am Mittwoch hatten die Anwälte im Prozess in Wilmington (Delaware) noch den Rechts- und Wirtschaftsexperten Daniel Fischel befragt, den Daimler-Chrysler als Zeugen berufen hatte. Mit einem Urteil rechnet Daimler-Chrysler nicht vor Sommer.

Kläger-Anwalt: "Es war Betrug".

In einer am Mittwochabend veröffentlichten Erklärung betonte der Autokonzern, die Klage entbehre jeder Grundlage, "und wir glauben, das wir das überzeugend nachgewiesen haben". Kläger-Anwalt Terry Christensen seinerseits erklärte, die Zeugenaussagen der letzten Tage hätten sehr deutlich Kerkorians Argumentation unterstrichen: "Es war schlicht...Betrug, als Daimler Benz und Chrysler den Anteilseignern sagten, dass sich beide Seiten auf einen Zusammenschluss von Gleichen verständigt hätten."

Begonnen hatte die letzte Woche der Zeugenbefragung mit einer weiteren Aussage von Firmenchef Jürgen Schrempp, der erneut bestritt, dass er eine Übernahme geplant habe. Schrempp hatte bereits im Dezember mehrfach ausgesagt, dann war der Prozess wegen einer für Daimler-Chrysler peinlichen Panne ausgesetzt worden: Die Daimler-Anwälte hatten gemerkt, dass sie die Protokollnotizen des ehemaligen Chrysler-Finanzchefs Gary Valade aus dem Jahr 1998 nicht der Gegenseite übergeben hatten. Der Prozess war dann nach Klärung der Angelegenheit mit der erneuten Befragung Schrempps am Montag fortgesetzt worden. Auch Valade musste im Zeugenstand über seine Notizen über Treffen der Chrysler- und Daimler-Manager aussagen.

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