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Vergleich in Sammelklage

Foto: Daimler-Chrysler

Daimler-Chrysler will im Rechtsstreit um die Fusion des deutsch-amerikanischen Konzerns 300 Millionen US-Dollar (275 Mio Euro) an Sammelkläger zahlen.

22.08.2003

Daimler-Chrysler will im Rechtsstreit um die Fusion des deutsch-amerikanischen Konzerns 300 Millionen US-Dollar (275 Mio Euro) an Sammelkläger zahlen. Daimler-Chrysler habe dem Vergleich über eine Sammelklage zugestimmt, die wegen des Zusammenschlusses von Daimler-Benz und Chrysler im Jahr 1998 beim Distriktgericht für den Bezirk Delaware anhängig ist, teilte der Autokonzern am Freitag (22.8.) in Stuttgart mit.

Der Vergleich habe keine Auswirkung auf den Rechtsstreit mit US-Investor Kirk Kerkorian. Er verklagt Daimler-Chrysler auf 8 Milliarden US-Dollar, ebenfalls im US-Bundesstaat Delaware.

Kläger verlangten 22 Millionen Dollar

Daimler-Chrysler teilte weiter mit, dass die Zahlung vorbehaltlich einer endgültigen Vereinbarung und der Zustimmung durch das Gericht erfolgt. Die Kläger hatten Schadenersatz in Höhe von 22 Milliarden US-Dollar gefordert, weil ihrer Meinung nach der "Übernahmewert" von Chrysler höher war, als der Betrag, den die Chrysler-Aktionäre erhalten haben. Daimler-Chrysler verfügt nach eigenen Angaben über einschlägigen Versicherungsschutz mit einer Deckungssumme von insgesamt bis zu 220 Millionen US-Dollar (200 Millionen Euro). Das Unternehmen strebt in dieser Größenordnung eine Erstattung der Vergleichszahlung an.

In der Erklärung von Daimler-Chrysler heißt es, obwohl das Unternehmen der Ansicht ist, dass die Sammelklage vollkommen unbegründet sei, habe Daimler-Chrysler im Hinblick auf die Besonderheiten des amerikanischen Rechtssystems den Vergleich geschlossen, "nachdem nicht auszuschließen war, dass eine lokale Jury zu einem anderen Ergebnis hätte kommen können".

Die grundsätzliche Entscheidung, sich über die Sammelklage zu vergleichen, wurde vom Daimler-Chrysler-Aufsichtsrat getroffen. Die Beendigung dieses Rechtsstreits ermögliche es Daimler-Chrysler, seine Kräfte auf das operative Geschäft zu konzentrieren.

Keine Folgen für Rechtsstreit mit Tracinda

Ausdrücklich weist das Stuttgarter Automobilunternehmen darauf hin, dass der Vergleich keine Auswirkungen auf den Rechtsstreit mit Tracinda Corporation hat, einer Investmentgesellschaft, deren einziger Aktionär Kirk Kerkorian sei. In diesem Verfahren habe das Gericht zum Teil noch über eine Abweisung der Klage nach Lage der Akten ohne mündliche Verhandlung zu entscheiden. Daimler-Chrysler sei davonüberzeugt, dass auch die weiter anhängige Klage von Tracinda im Zusammenhang mit der Fusion von 1998 "jeder Grundlage entbehrt" und werde sich weiterhin mit Nachdruck gegen diese wehren.

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