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Verwaltung gen Osten

Foto: Daimler-Chrysler

Update ++ Eine Konzernsprecherin von Daimler-Chrysler dementierte jetzt die Meldung, der Stuttgarter Automobilkonzern erwäge Teile seiner Buchhaltung aus Kostengründen in Billiglohnländer auszulagern.

10.07.2006

Der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler-Chrysler plant keine Verlagerung von Verwaltungsjobs in Billiglohnländer. "Indien ist keine Option, über die wir verhandeln", sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag. Die "Stuttgarter Zeitung" hatte unter Berufung auf Betriebsratschef Erich Klemm geschrieben, der Konzern erwäge, seine Buchhaltung aus Kostengründen auszulagern.

"Für die Betriebsbuchhaltung gibt es offizielle Überlegungen der Unternehmensseite, dass dafür auch Standorte in Tschechien oder Indien in Frage kommen könnten", sagte Klemm der Zeitung. Die Arbeitnehmervertretung und der Vorstand setzten am Montag ihre Verhandlungen über einen so genannten Interessenausgleich im Zusammenhang mit dem Sparprogramm von Konzernchef Dieter Zetsche fort. Zetsche will bis 2008 weltweit rund 6.000 Stellen in Management und Verwaltung streichen, davon etwa 3.200 in Deutschland.

Der Betriebsrat lehnt eine Auslagerung strikt ab. "Wenn das Unternehmen eine neue Organisation schafft, die zu Personalüberhängen führt, darf man diese nicht dadurch verschärfen, dass Arbeiten nach außen vergeben werden", sagte Klemm weiter. "Deshalb ist es für uns eine zentrale Frage, dass `Outsourcing´ im Interessenausgleich ausgeschlossen wird", sagte er weiter.

Nach Klemms Ansicht ist das von Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche geplante Managementmodell das "größte Umstrukturierungsprogramm, das es je in diesem Bereich gegeben hat". Mit der Umsetzung will der Konzern zum 1. August beginnen, 60 Prozent der Neuorganisation sollen noch 2006 realisiert werden. Doch der Betriebsratschef droht mit einem Veto: "Wir sagen: Ohne Interessenausgleich geht das nicht."

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