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Defekte Rußfilter

KBA drängt auf Austausch

Foto: dpa

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) startet am Freitag (23.5.) eine Informations-Kampagne über die bestehende Kulanzregelung zum Austausch unwirksamer Rußpartikelfilter. Die gewährten Steuervorteile stehen auf dem Prüfstand.

20.05.2008

Etwa 45.000 Autofahrer, die mangelhafte Filter der Fabrikate GAT, Bosal und Tenneco nachrüsten ließen, werden mit einem offiziellen Brief des KBA aufgefordert, "sehr rasch von der kostenfreien Austauschmöglichkeit Gebrauch zu machen, um auch künftig von den Steuervorteilen und von der Umweltplakette profitieren zu können", wie es in dem Schreiben heißt.

Bundesregierung könnte Steuervorteile kassieren

Ansonsten behalte es sich die Bundesregierung vor, die gewährten Steuervorteile sowie die Berechtigung zum Befahren von Umweltzonen für Fahrzeuge mit mangelhaften Filtern auf den Prüfstand zu stellen.

Nachdem im Herbst des vergangenen Jahres bekannt geworden war, dass die Filtersysteme der drei Hersteller weit hinter der vorgeschriebenen Minderungsrate zurückbleiben, hatte das KBA zunächst sämtliche Allgemeine Betriebserlaubnisse (ABE) der fraglichen Filter gelöscht. Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Gesamtverband Autoteile-Handel und Politik hatten dann Ende November die Kulanzregelung zum kostenlosen Austausch der Mogelfilter vereinbart. Weil die Tauschquoten weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren, hat das KBA jetzt grünes Licht von den zuständigen Ministerien für Verkehr und Umwelt erhalten, alle betroffenen Autofahrer schriftlich zu informieren.

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