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Delphi

Weitere Verhandlungen mit GM

Foto: Delphi

Der in einem Insolvenzverfahren befindliche größte US-Autoteilehersteller Delphi Corporation will die Aufkündigung seiner Tarifverträge erneut verschieben und weiter mit General Motors (GM) sowie den Gewerkschaften verhandeln. Es habe Fortschritte bei den Gesprächen gegeben. Dies hat Delphi am Freitag (17.2.) mitgeteilt.

20.02.2006

Das Unternehmen wolle spätestens bis 30. März ein umfassendes Abkommen erreichen. Delphi, die ehemalige GM-Zubehörsparte, hatte im vergangenen Herbst angesichts riesiger Verluste und eines schlechten Geschäftsgangs ein Insolvenzverfahren eingeleitet.

Das Unternehmen will von seinen Mitarbeitern und GM weit reichende Konzessionen erreichen. Die Automobilarbeitergewerkschaft UAW hatte mit einem Streik gedroht, falls eine Kündigung der Tarifverträge richterlich genehmigt werden sollte. Eine Kündigung von laufenden Tarifverträgen ist in US-Insolvenzverfahren mit richterlicher Billigung möglich.

Ein Streik bei Delphi würde jedoch GM enorm schädigen, da Delphi nach wie vor der mit Abstand größte GM-Teilelieferant ist. GM hatte 2005 in Nordamerika Milliardenverluste erlitten und könnte zu Milliardenleistungen für Delphi herangezogen werden.

Ohne ein solches Abkommen werde Delphi spätestens am 31. März im Rahmen des Insolvenzrechts gerichtlich beantragen, die Tarifvereinbarungen zu kündigen. Dann werde Delphi auch beantragen, die Krankenversicherungs- und Lebensversicherungspläne für die Betriebsrentner zu beenden. Delphi wollte zuvor bereits am 17. Februar die Tarifverträge kündigen.

Es müssten zwar noch große Hindernisse und Probleme überwunden werden, doch hätten die bisherigen Diskussionen mit GM und den wichtigsten Gewerkschaften die jeweiligen Besorgnisse und Ziele aufgezeigt, betonte Delphi-Konzernchef Robert S. Miller. Delphi wolle eine einvernehmliche Vereinbarung erzielen. Der Stichtag gebe ausreichend Zeit, um praktische und machbare Lösungen zu finden und ein effektives Abkommen zu erreichen.

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