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Technorama Kassel 2009

30 Jahre Technorama - der Markt wächst

Foto: Kai Klauder 47 Bilder

In diesem Jahr feiern die Technorama-Märkte Jubiläum, vor 30 fand die erste Technorama statt. Seither hat sich viel geändert, die Youngtimer wurden zu Oldtimern, frühere Alltagsautos wurden zu gesuchten Raritäten.

14.02.2009 Kai Klauder Powered by

Und die Fans von dem alten Blech suchten irgendwann Teile für ihre Schätze. So entstand die Technorama. Zuerst in Ulm, später in Kassel und Hannover beziehungsweise Hildesheim.

"Wir sind zufrieden, aber noch nicht am Ziel" -  Jens Güttinger, Organisator der Technorama-Märkte hat klare Vorstellungen und weiß, wo er hin will. "Wir wollen neben dem Teilemarkt, mit dem wir groß geworden sind, in Zukunft auch interessant und außergewöhnliche Ausstellungen für historische Motorräder und Automobile bieten."

Daher sieht Güttinger auch Parallelen zur heutigen Zeit, als er auf die Auswirkungen der Abwrackprämie angesprochen wird. "So etwas gab es ja schon mal in den 70ern, als die ganzen schönen Fahrzeuge zu Quadern gepresst und entsorgt wurden. Daraus entstanden ja die Teilemärkte. Ich sehe das nicht so kritisch, wenn heute die Leute wegen aussterbenden Fahrzeugen jammern. Der Teilemarkt wird profitieren. ", erklärt Güttinger, der nach einer Ausbildung bei Mercedes-Benz Betriebswirtschaft studierte und danach bei einer Messeorganisation seine berufliche Laufbahn begann. Er leitet seit 2005 die Technorama, als er von Gründer Helmut Leicht die Organisation übernahm.

Trends: Einsteiger stehen, Hochpreiser gehen


Die Szene wächst um rund 10 bis 15 Prozent", schätzt Güttinger und sieht aktuell mehrere Entwicklungen: "Die Einsteigermodelle im Bereich 10.000 bis 20.000 Euro stehen wie Stein, die hochpreisigen Fahrzeuge gehen weg wie warme Semmeln." Als Gründe gibt der Experte zum einen die Verunsicherung bei den jüngeren Oldtimerfreunden an, die sich im Moment nicht an die Ausgaben für das Hobby trauen und die wachsende Bedeutung von Oldtimern als Wertanlage. "Manche Oldtimer zeigen eine konstante Wertentwicklung und sind profitabler als Gold", sagt Güttinger.

Einen gegenläufigen Trend nennt er dann aber auch noch: Nachdem Porsche Modelle - vom 911er bis hin zum Schlepper – in den letzten Jahren exorbitant teuer gehandelt wurden, normalisiert sich der Markt nun wieder. "Sogar der Porsche-Bulldog hat sich im Preis verdoppelt - damit ist jetzt Schluss", meint Güttinger.

Ein weiterer Wandel vollzieht sich durch den Generationenwechsel, so Güttinger: "So langsam werden auch VW Scirocco und VW Golf GTI gesuchter und insgesamt ziehen die Preise für 1960er- und 70er-Jahre-Fahrzeuge an. Vorkriegsautos werden immer günstiger, weil weniger Nachfrage herrscht".

Auswirkungen des Internet auf die Oltimerszene

"Die Leute wollen eine face-to-face-Kommunikation. Sie kommen meist perfekt vorbereitet und informiert durch Internetrecherche, wollen dann aber die Fahrzeuge live sehen und berühren", so beschreibt Güttinger die Eindrücke, die er bei den letzten Technoramas gewinnen konnte. Ideale Möglichkeiten für die Benzingespräche gibt es in Kassel reichlich. Viele Barista bieten an ihren Ständen frische Kaffeespezialitäten an, später darf’s dann auch das ein oder andere Bier sein, bei dem man sich über die Leidenschaft Oldtimer austauschen kann - besser als daheim vor dem Rechner ist das allemal. Das haben auch die Forums-Mitglieder der Internetseite www.zweitakte.de gemerkt. Hier in Kassel treffen sie sich zum ersten mal außerhalb der virtuellen Realität und zeigen sich begeistert von der nordhessischen Messe.

Sonderschauen, Clubstände und das erste CO2-freie Rennen

Güttinger setzt auf Wachstum durch besseres Angebot. Die Besucher, in diesem Jahr sollen es rund 15.000 werden, können neben dem großen Teilemarkt (in den Hallen eins und zwei, zwölf und 13 sowie im Außenbereich bieten rund 400 Teilehändler ihre Waren an) in diesem Jahr eine Sonderschau zum Porsche 911 bewundern. Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte des Targa, von dem ein Exemplar jeder Generation zu sehen ist.

In den Hallen drei und vier kommen Motorradfans voll auf ihre Kosten. Vom Streetfighter-Club, der heiße Umbauten von potenten Zweirädern präsentiert über Weltmeistermaschinen und die vielen Marken- und Typenclubs bis hin zu einem Elektrorennmotorrad, mit dem Thomas Schönfelder beim ersten CO2-freien Rennen auf der legendären Isle of Man starten will.

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