Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Der vierte 5er von BMW: Die Baureihe E39

Rund - na und? Der Übergangs-5er von BMW

BMW E39 Foto: BMW 30 Bilder

Der BMW 5er mit Aluminiumfahrwerk wird 1995  von BMW auf der IAA vorgestellt und läutet die Designwende ein. Die Doppelscheinwerfer werden erstmals hinter Glas verbannt, die Linie folgt konsequent den Anforderungen nach guter Aerodynamik.

13.09.2010 Kai Klauder Powered by

Ganz klar: Der 5er E39 markiert einen Wechsel. Angespornt durch den großen Erfolg des E34 (mehr als 1,3 Millionen Exemplare wurden gebaut), will BMW nun die Führungsrolle im Segment dauerhaft behaupten.

Der E39 - neuer Rekord-5er von BMW

Gleich vorweg - der E39 wird zum Erfolgsmodell, 1.488.038 Fahrzeuge entstehen bis 2004. Der Touring, der noch bis 1997 auf sich warten lässt, verkauft sich mit 266.209 Exemplaren sogar mehr als doppelt so oft, wie sein Vorgänger.

Von dem unterscheidet sich der neue 5er grundlegend. Schon auf den ersten Blick fallen die erstmals gemeinsam hinter eine Glasabdeckung verbannten Doppelscheinwerfer auf. Die Linie des E39 ist am Computer entworfen worden - das sieht man. Er schmiegt sich förmlich in den Windkanal - und ist an jeder Ecke so abgerundet, wie kein 5er vor ihm - ein Luftwiderstandsbeiwert von cW 0,28 ist der Lohn der virtuellen Schleifarbeiten. Vorgeworfen wird der vierten Generation des BMW 5er, dass sie etwas beliebig daher kommt. Kein eigenständiges Design wie die Vorgänger, und nicht so eindeutig schon auf Entfernung als BMW erkennbar. Zusammengefasst - weder Fisch noch Fleisch.

Der E39 ist ein typisches Übergangsauto: Der konsequente Bruch mit der Formensprache ist zu heikel, also nimmt man einfach einige Gestaltungselemente des Vorgängers und stülpt eine neue Hülle darüber, rundet die Formen und setzt auf Größe. Dass der 5er E39 rund 55 Millimeter länger als sein Vorgänger fällt von außen kaum auf, der Zugewinn an Platz im Innenraum dagegen schon. Oft bemängelt wird die schlechte Übersichtlichkeit der Karosserie.

Neu: Aluminiumfahrwerk und umfangreiche Sicherheitsausstattung

Beim 5er E39 setzt BMW zum ersten Mal beim Fahrwerk großzügig Aluminium als Werkstoff ein. Der E39 gilt als erstes Großserienfahrzeug mit Leichtmetallfahrwerk. So werden die ungefederten Massen reduziert und das Gesamtgewicht auf dem Niveau des Vorgängers gehalten. Neben dem Aluminiumfahrwerk wird die Karosserie erleichtert - bei einer deutlich höheren Stabilität und Torsionsteifigkeit.

Den BMW-Ingenieuren gelingt es so, beim E39 trotz umfangreicher Sicherheitsausstattung das Gesamtgewicht des Vorgängers kaum zu übertreffen. Die Ausstattung - serienmäßig und optional -  kann sich sehen lassen. Zur Serienausstattung des BMW 5ers gehören zwei Airbags, ABS, die Automatische Stabilitäts- und Traktionskontrolle (ASC) sowie drei Kopfstützen für die Fondpassagiere.

Die E39-Motorenpalette - von 136 bis 400 PS

Bei der Markteinführung sind Benziner von 150 PS (520i) bis 193 PS (528i) und der bekannte 143 PS-Selbstzünder im BMW 525tds erhältlich. Ein Jahr später folgen die beiden V8-Motoren im BMW 535i (235 PS) und 540i (286 PS). Für das Jahr 1998 werden die Leichtmetallmotoren überarbeitet. Das Drehmoment soll erhöht, der Verbrauch reduziert, also die Effizienz erhöht werden. Ein wichtiger Schritt dorthin sind die Doppel-Vanos - nun werden neben den Einlass- auch die Auslassventile variabel gesteuert. Somit gelingt es den BMW-Ingenieuren, das Drehmoment anzuheben und das maximale Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen zu erreichen. Der 520i etwa stemmt nun sein maximales Drehmoment von 190 Nm schon 700/min früher auf die Kurbelwelle. Beim BMW 535i sorgt die Überarbeitung für einen Leistungsschub um rund 5 Prozent (245 statt vorher 235 PS) und auch dass Drehmoment erhöht sich um 25 auf 345 Nm.
 
Mit dem großen Facelift wurden im Jahr 2000 einige Motoren und Modellbezeichnungen der Benziner (und Diesel, siehe unten) ersetzt. Im 520i kommt ein 2,2-Liter-Motor mit 170 zum Einsatz, der BMW 523i wird in 525i umbenannt, der 528i in 530i.

Der erste Common-Rail im 5er: BMW 530d

1998 bricht für BMW die Common-Rail-Zeitrechnung an. Erstmals setzen die Münchner einen Selbstzünder mit dier Technik ein. Der neue 530d kann mit seinen Eckdaten überzeugen: 184 PS, 390 Nm und einem angegebenen Durchschnittsverbrauch von 7,4 Litern. Unter realistischen Bedingungen erreicht der große Diesel ein Verbruach von unter neun Litern im Durchschnitt. Zwei Jahre später erhöht BMW Leistung und Drehmoment auf 193 PS und 410 Nm. Zudem gibt es ab 2000 einen neuen Einstiegs-Diesel mit 136 PS (520d). Der mittlere Selbstzünder, der nun 525d heißt, bekommt eine Leistungsspritze auf 163 PS.
 
Die neue Macht - der E39-M5 mit V8
 
1998 leuchten die Augen aller Leistungshungrigen: Der neue M5 kommt auf den Markt. Es ist der erste M5, der nicht von einem Reihensechszylinder angetrieben wird. Stattdessen entschieden sich die Bayern für eine komplette Neuentwicklung und schufen mit dem intern S62B50 genannten Motor ein V8-Triebwerk mit überragenden 400 PS bei 6.600/min. Sein maximales Drehmoment von 500 Nm erreicht das Aggregat bei 3.800/min. Der BMW M5 wird bei 250 km/h abgeregelt, "freigeschaltete" M5 durchbrechen in manchen Tests die 300 km/h-Marke.

Fünfer ohne Viere - im E39 gibt’s kein Allradantrieb

Nach dem BMW E34, bei dem erstmals ein elektronisch geregelter Allradantrieb verfügbar war, bietet BMW bei dem E39 kein Modell mit vier angetriebenen Rädern an, erst der Nachfolger E60 soll wieder als X-Version erhältlich sein.
 
Auf ins neue Jahrtausend - mit Facelift und "Angel-Eyes" für den BMW 5er

Nach fünf Jahren Bauzeit war es im Jahr 2000 Zeit für ein umfangreiches Facelift. Auffällig sind die neuen Scheinwerfer mit markanten Standlicht-Ringen und runden Blinkleuchten. Auch die Rückleuchten bekamen ein neues Design, ebenso die Frontschürze und die BMW-Niere; die Stoßleisten werden in Wagenfarbe lackiert.

Jahr
1968Beginn der Entwicklungsarbeiten für den Nachfolger der Neuen Klasse.
1970Auf dem Autosalon Genf präsentiert BMW die Studie Garmisch, ein Coupé, das einige Elemente des späeteren 5ers zeigt.
1972Der neue BMW 520/520i (E12) löst den BMW 2000 ab.
1973Die Fabrikation wird in das neue Werk nach Dingolfing verlegt. Im selben Jahr erscheint der 525 mit Sechszylindermotor.
1974Mit dem 518 rundet BMW die Modellreihe nach unten ab.
1975Mit 2,8 Liter Hubraum und 165 PS ge-rät der neue 528 zum neuen Fünfer-Topmodell.
1976Serie 2 löst Serie 1 ab: BMW retuschiert die Karosserie: die Heckleuchten werden größer, die Niere ragt weiter nach oben in die Motorhaube.
1977Statt des Vierzylinders arbeitet im 520 ein neuer Sechszylindermotor. Der 528i ersetzt die Vergaser-Variante.
1981Die E12-Baureihe wird vom E28 abgelöst, der weitgehend auf dem Vorgänger basiert.
1981Produktionsende E12: Nach 699.094 Exemplaren läuft die erste 5er-Generation aus.
1983Neue Sparsamkeit: BMW 525e und 524td erscheinen auf der Bildfläche.
1985Facelift für den E28 und neue Motorvarianten: Zweiliter-Sechszylinder im 520i, M 535 i.
1985Der erste BMW M5 wird vorgestellt.
1987Produktionsende der zweiten 5er-Generation nach 722.328 Exemplaren
1987Der neue E34 löst den E28 ab.
1990Einführung der neuen Vierventilmotoren (M50).
1991Der neue 143 PS starke M51-Dieselmotor löst den M21 ab.
1991Die Kombiversion Touring wird angeboten.
1992Der BMW 525iX mit Allradantrieb erscheint auf der Bildfläche.
1992BMW bietet V8-Motoren an: 530i mit 218 PS und 540i mit 286 PS.
1994Alle Modelle erhalten das Frontdesign der V8-Modelle mit breiterer Niere.
1995Die letzten E34-5er laufen vom Band. Nach 1.333.412 Exemplaren, darunter 124.704 Touring, ist Schluss.
1995Marktstart der vierten Generation, des E39
1995Mit dem 518g beschreitet BMW neue Wege: Erstmals ist ein Erdgas-fähiger 5er zu haben.
1996Endgültiges Produktionsende des E34.
1997Einführung des E39-Touring.
1998Optimierte Motoren mit VANOS auch bei den Auslassventilen.
2003Mit 1.488.038 Exemplaren stellt die vierte Generation des 5ers einen neuen Absatzrekord auf. Bis 2004 wird noch der Touring (266.209 Exemplare) weitergebaut.
2000Facelift der BMW E39-Baureihe: Scheinwerfer mit Lichtringen, neue M54-Motoren, Stoßfänger in Wagenfarbe, überarbeitete Niere, neue Frontschürze.
2003Die fünfte Generation, der E60 steht bei den Händlern
2004Einführung der E61 genannten Touring-Version.
2007Modellpflege des E60: Neue Stoßfänger, Heckleuchten mit LED-Technologie, Scheinwerfer in Klarglas-Optik, überarbeitete Niere, überarbeitetes iDrive mit programmierbarer Tastenbelegung.
2010Ab März 2010 gibt es die sechste Generation des 5ers zu kaufen, die sich nun F10 nennt.
Umfrage
Welcher ist der schönste 5er von BMW?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Autokredit berechnen
Anzeige