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Designstudie Mazda Shinari

Design-Ausblick auf den neuen Mazda 6

Designstudie Mazda Shinari Foto: Reinhard Schmid 31 Bilder

Die Mittelklasse lechzt geradezu nach Hinguckern. Mit der Designstudie Shinari zeigt der japanische Autobauer Mazda ein Konzept gegen das Gewöhnliche und gibt einen Vorgeschmack auf den Nachfolger des Mazda 6.

03.02.2011 Marcus Peters

Umwerfend sieht sie aus, die viertürige Mazda Shinari-Limousine – ein wenig wie der kleine Bruder des Aston Martin Rapide. Aber sie ist alles andere als eine elitäre Rarität, sondern der Ausblick auf die künftige Design-Strategie eines Massenherstellers. Der Mazda Shinari gibt die Richtung des für 2012 geplanten Mazda 6 Nachfolgers vor.

Designsprache für alle neuen Modelle

So dynamisch also stellen sich Ikuo Maeda, der neue weltweite Designchef, sowie Peter Birtwhistle, der Design-Verantwortliche für Europa, die optische Ausrichtung der japanischen Marke vor: stromlinienförmig, kraftgefüllt und sehr emotional. Sie nennt sich Kodo, was sich nicht in einem einzigen Wort übersetzen lässt. Kodo steht vielmehr für den spannungsgeladenen Augenblick – etwa der Moment des Schwerthiebs in der japanischen Kampfkunst Kendo. Es ist die Weiterentwicklung der Nagare-Philosophie (japanisch für Fluss) und soll als neue Designsprache für alle kommenden Mazda-Modelle umgesetzt werden, sogar für Kleinwagen.

Noch stärker als bisher ist der markante Fünf-Punkt-Kühlergrill am Mazda Shinari herausgearbeitet; eine schwebende Leiste verbindet den Grill mit den Scheinwerfern – beim Prototyp ohne Klarglas, damit der Blick besonders sticht. Daneben setzen sich die markanten Radhäuser in Szene, wirken beim Mazda Shinari allerdings weniger aufgesetzt als beim RX8.

Scharf zeigen sich die Kanten der Kotflügel, die von den schlitzartigen Scheinwerfern ausgehen. Außerdem fällt die lange Motorhaube des Mazda Shinari auf; sie gibt der Studie sportwagenhafte Züge. Genauso die Seitenlinie, die an gespannte Muskelstränge erinnert und in einem betont kurzen Heck endet. Wohin man auch blickt: Der 4,88 Meter lange, 1,93 Meter breite und 1,34 Meter hohe Mazda Shinari ist auf dem Sprung.

Innenraum im Oberklasse-Format

Auch der Innenraum scheint Adrenalin- durchtränkt, treibt die Sportlichkeit auf die Spitze. Man nimmt in einem der vier schlanken Schalensitze Platz und genießt gleichzeitig den Raum, welchen knapp drei Meter Radstand bieten. Diese Weitläufigkeit erinnert fast schon an die Oberklasse.

In der Pole-Position sitzt der Fahrer im Mazda Shinari, umrahmt vom Instrumententräger mit Anzeigen im Chronometer-Stil. Highlight ist ein schwebendes, dreidimensionales Info-Display, das die drei Modi Business, Pleasure und Sport bietet. Je nach Stimmung soll sich der Fahrer sein Infotainment-Programm vorwählen können.

Serie wird weniger spektakulär

Wie ein Flusslauf ergießt sich die Mittelkonsole und mündet in einer Art Dreh-Drücksteller – Zeichen der Bedien-Reduktion. Premium-Flair vermitteln gefrästes Aluminium, echtes Holz und Leder; es ist als Versprechen einer hochwertigeren Qualitätsanmutung zu verstehen. Für diese hätte Mazda durchaus Verwendung.

Klar ist natürlich, dass weder der luftige Luxus des Innenraumes noch die extremen Proportionen der Karosserie mittelklassekonform sind. Doch sie untermauern den seit langem unternommenen Versuch, der Marke Dynamik und Sportlichkeit zu verleihen. Sollte der künftige 6 tatsächlich die Züge des Mazda Shinari tragen, wird man ihn nicht mit seinen Konkurrenten, sondern eher mit einer Ikone verwechseln: einem Aston Martin.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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