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Deutsche Autohersteller vor Durststrecke

Produktionsrückgang 2009 um 14 Prozent

Foto: Porsche 29 Bilder

Eine aktuelle Studie des PricewaterhouseCoopers prognostiziert für die deutschen Automobilhersteller eine lange Durststrecke. Demnach sollen die Produktionszahlen erst im Jahr 2011 wieder steigen. Für 2009 rechnet die Studie dagegen mit einem Rückgang von 14 Prozent.

15.07.2009

Nach Schätzungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) sinken die Produktionszahlen der deutschen Automobilhersteller im laufenden Jahr trotz staatlicher Abwrackprämie um 750.000 auf 4,7 Millionen Pkw.

BMW und Co. erst 2013 wieder zurück zur alten Stärke

Dies entspricht einem Rückgang von knapp 14 Prozent. Von dem durch die Abwrackprämie geschürten Nachfrageboom nach Neuwagen konnten demnach vor allem die Importeure profitieren. Die deutschen Hersteller verzeichneten nur in den Monaten Mai und Juni 2009 einen Nachfragezuwachs, insbesondere nach kleinen und spritsparenden Modellen. 2010 wird das Produktionsvolumen der deutschen Autohersteller der Studie zufolge weiter sinken. Im kommenden Jahr rechnen die Forscher nur noch mit 4,53 Millionen produzierten Fahrzeugen.

"Die Umweltprämie hat den Absturz der deutschen Pkw-Produktion abgefedert. Da viele Käufer die Anschaffung eines Neuwagens auf 2009 vorgezogen haben, fehlt diese Nachfrage allerdings im kommenden Jahr und lässt die Fertigungszahlen weiter zurückgehen", ist sich Harald Kayser, Leiter des Bereichs Automotive bei PwC sicher.

Erst 2011 wird die Neuwagenproduktion der Studie zufolge wieder ansteigen. Bei den deutschen Herstellern sollen dann 4,95 Millionen Fahrzeuge von den Bändern rollen. Allerdings wird das hohe Niveau des Jahres 2008 erst 2013 wieder erreicht werden. Dann sollen 5,5 Millionen Neufahrzeuge produziert werden.

China erstmals weltgrößter Automobilproduzent

Obwohl die Produktionszahlen in Deutschland 2009 deutlich zurückgingen, leidet die Automobilindustrie hierzulande weniger stark unter der weltweiten Wirtschaftskrise als in den restlichen europäischen Ländern. Der Rückgang in der Pkw-Produktion in der EU wird sich im Vergleich zu 2008 auf 15,6 Prozent belaufen (14,7 Millionen Fahrzeuge). Insbesondere die russischen Hersteller zeigen sich von der Krise stark gebeutelt. Hier ging die Fertigung um fast 50 Prozent zurück.

Auch die USA und Japan kämpfen mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Für die Vereinigten Staaten rechnet PwC 2009 mit nur noch acht Millionen produzierten Fahrzeugen, was einem Rückgang von 36 Prozent entspricht. Auch in Japan sinken die Fertigungszahlen drastisch auf 8,1 Millionen Fahrzeuge (minus 25 Prozent).

Zuwächse verbuchen hingegen China (plus 13,8 Prozent, 8,5 Millionen Fahrzeuge) und Indien (plus 8,7 Prozent, 2,1 Millionen Pkw). Am Ende des Jahres dürfte damit erstmals China Japan als weltgrößten Automobilproduzenten ablösen. Davon dürften wiederum die deutschen Autohersteller profitieren: Bis 2013 könnten BMW, Audi, Mercedes und Co. rund 750.000 Pkw mehr in China absetzen als aktuell.

Neben Indien und China sorgt auch der brasilianische Automarkt für Wachstumszahlen. Hier soll 2010 bereits wieder das Produktionsniveau von 2008 erreicht werden.

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