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Deutsche BP-Chef Uwe Franke

"Energiepreise bleiben stabil"

Foto: BP 101 Bilder

Die aktuell moderaten Energiepreise werden nach Einschätzung des Vorstandschefs der Deutschen BP, Uwe Franke, auch mittelfristig stabil bleiben.

02.12.2009 Brigitte Haschek

"Es wird zwar noch Schwankungen geben, aber bis auf weiteres dürfte die Größenordnung zwischen 60 und 90 Dollar liegen", sagte Franke auto motor und sport.

"Die Hauptgründe sind, dass der Bedarf weltweit zurückgegangen ist und der Ersatz von fossiler Energie etwa durch Biokraftstoffe zunimmt. Die Reservekapazität in den OPEC-Ländern hat zudem mit sechs Millionen Barrel pro Tag wieder eine beachtliche Größenordnung erreicht", so Franke. "Fällt ein produzierendes Land aus, könnten die übrigen OPEC-Staaten, insbesondere Saudi-Arabien, einspringen, um diese Lücke zu füllen. Das war in der Zeit, als der Preis auf 147 Dollar explodierte, nicht der Fall."

Uwe Franke rechnet mit mehr Kraftstoff-Importen

Für das kommende Jahr rechnet Franke mit erhöhten Importen von Kraftstoff aus regenerativen Rohstoffen, weil Europa seinen Bedarf wegen der erhöhten Beimischung von 6,25 Prozent Bioenergie-Inhalt ab 2010 nicht aus hiesiger Produktion decken könne. "Wir haben Überkapazitäten bei Biodiesel und relativ wenig Ethanol. Deshalb werden wir importieren müssen. Um die Quote zu erreichen, steht überwiegend Biodiesel zur Verfügung. Und der kann nur bis zu sieben Volumenprozent beigemischt werden. Zehnprozentiges Ethanol, das E 10, ist noch gar nicht auf dem Markt. Es wird aber benötigt, um die Quoten zu erfüllen", so Franke.

BP-Chef warnt vor hohen Erwartungen an den E-Antrieb


Zugleich warnt der BP-Chef davor, alle Hoffnung in den Elektroantrieb zu setzen und dabei die Weiterentwicklung traditioneller Antriebe zu vernachlässigen, die noch erhebliches Sparpotential aufwiesen. "Die Erwartungen sind schlicht zu hoch und basieren nicht auf der Realität. Man kann nur davor warnen, blind in eine neue Technologie hineinzulaufen, Unmengen an Geld auszugeben, ohne einen Augenblick zu pausieren und zu überlegen, ob das der richtige Pfad ist. Bei konventionellen Verbrennungsmotoren sind noch Effizienzsteigerungen von 20 bis 30 Prozent ohne Veränderung des Kraftstoffs möglich."

Zwar arbeite die Autoindustrie an diesen Effizienzsteigerung, gebe aber derzeit sehr viel Geld für die Entwicklung der Elektromobilität aus. "Wenn jetzt alle Gelder in die Elektromobilität gehen, wird dieser Zweig womöglich vernachlässigt. Hocheffiziente Motoren mit Hybriden und dann eine relativ hohe Beimischung von Biokraftstoffen sind für einen Bruchteil der Kosten zu haben, die für ein Batterieauto anfallen. Und das bei den gleichen CO2-Vermeidungen."

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