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Deutsche Post setzt auf E-Transporter

Ab 2050 soll emissionsfrei ausgeliefert werden

Streetscooter Post Elektrolieferwagen Ford Transit Foto: Ford 29 Bilder

Die Post soll ab 2050 emissionsfrei ausgeliefert werden. Gemeinsam mit dem Autobauer Ford plant die Deutsche Post die Produktion eines großen Elektro-Lieferwagens. Jetzt wurde der Streetscooter Work XL auf Basis des Transit vorgestellt.

16.08.2017 Uli Baumann 5 Kommentare

Die Streetscooter GmbH, ein Tochterunternehmen der Deutschen Post, und der Autobauer Ford waren eine Partnerschaft zum Bau batteriebetriebener Lieferfahrzeuge eingegangen. Der neue Transporter ist deutlich über dem Streetscooter eingestuft.

Streetscooter Post Elektrolieferwagen Ford Transit Foto: Ford
der Streetscooter Work XL bietet ein Ladevolumen von 20 Kubikmetern haben und Platz für über 200 Pakete.

Als Basis für das neue Modell dient das Fahrgestell des Ford Transit , das mit einem batterieelektrischen Antriebsstrang und einem Karosserieaufbau nach Vorgaben von Post bzw. DHL Paket ausgestattet wird. Der jetzt vorgestellte Elektrotransporter hört auf den Namen Streetscooter Work XL. Der Work XL besitzt ein Ladevolumen von 20 Kubikmetern und Platz für über 200 Pakete. Der Work XL verfügt über ein modulares Batteriesystem mit 30 bis 90 kWh, das Reichweiten zwischen 80 und 200 km ermöglicht.

Der mit Regalen versehene Laderaum ist vom Fahrerhaus begehbar. Beladen werden kann das Fahrzeug über die Heckklappe und eine Schiebetür an der rechten Seite. Durch die Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt beträgt die Ladedauer durchschnittlich drei Stunden.

Noch in diesem Jahr sollen rund 150 Vorserienfahrzeuge des Transporters im Streetscooter-Werk in Aachen produziert werden und bei Deutsche Post DHL Group in der Paketzustellung zum Einsatz kommen. Bis Ende 2018 planen beide Unternehmen derzeit, 2.500 Fahrzeuge dieses Modells zu produzieren. Perspektivisch ist auch der Verkauf des Work XL an Drittkunden vorgesehen, so wie dies auch bei den Streetscooter-Modellen Work und Work L praktiziert wird. Mit diesem neuen Produktionsvolumen steigt das Gemeinschaftsprojekt zum größten Produzenten batterieelektrischer mittelschwerer Lieferfahrzeuge in Europa auf.

Produktion startet bereits im Juli

Streetscooter Foto: DHL
Der speziell im Hinblick auf die Bedürfnisse des Postzustelldienstes hin entwickelte Streetscooter ist seit 2013 im Einsatz, 2014 übernahm DHL die StreetScooter GmbH.

Neben der neuen Fertigungslinie wird auch die Produktion der bisherigen Streetscooter-Modelle deutlich ausgeweitet: Die Streetscooter GmbH plant, in Aachen sowie an einem künftigen weiteren Produktionsstandort in NRW jährlich bis zu 20.000 Einheiten ihres erfolgreichen kleineren E-Zustellfahrzeugs in unterschiedlichen Varianten herzustellen. Derzeit sind bereits mehr als 2.500 Streetscooter bundesweit im Einsatz für die Deutsche Post. Außerdem melden nach Angaben der Post immer mehr externe Interessenten Bedarf an oder haben schon Streetscooter-Exemplare für die Umstellung ihrer Kfz-Flotten auf emissionsfreien Betrieb übernommen.

DHL Post Nissan NV200 Postauto Foto: DHL
In den Niederlanden setzt DHL zusätzlich auf speziell umgebaute Nissan NV200-Elektrotransporter.

In den Niederlanden erweitert DHL sein umweltfreundliches „City-Hub-Konzept“ mit spezifisch angepassten Elektrofahrzeugen. In diesem Pilotprojekt in Den Haag setzt DHL auf modifizierte StreetScooter und Nissan e-NV200 für die Zustellung auf der letzten Meile. Die Fahrzeuge können jeweils drei 125-kg-Behälter transportieren. Die standardisierten Behälter im City-Hub-Konzept entsprechen der Größe einer Standard-Palette und können einfach und schnell in den verschiedenen Transportarten des DHL Express-Netzes eingesetzt werden. Das Pilotprojekt in Den Haag beschränkt sich anfänglich auf Elektrofahrzeuge, soll jedoch später um Lastenfahrräder vom Typ Cubicycles ergänzt werden.

Hermes setzt auf E-Transporter von Mercedes

Im März sind bereits der Paketdienstleister Hermes und der Autobauer Mercedes eine strategische Partnerschaft eingegangen. Künftig setzt der Lieferdienst auf elektrisch angetriebene Vans. Die beiden Unternehmen starten den Einsatz von batterie-elektrischen Fahrzeugen im Real-Betrieb des Logistikunternehmens zunächst in einer Pilotphase in Stuttgart und Hamburg Anfang 2018. Im Mittelpunkt stehen Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit von emissionsfreien Lieferfahrzeugen beim Einsatz auf der letzten Meile. Bis einschließlich 2020 will Hermes Germany 1.500 Mercedes-Elektro­transporter der Baureihen Vito und Sprinter deutschlandweit in Ballungs­räumen einsetzen.

Neuester Kommentar

Lieber Huehn.ams, ich denke schon, dass die Jahresangabe stimmt, schließlich hat die Post auch eine große Flotte von Fern-LKW, wo in absehbarer Zeit reine E-Antriebe noch nicht rentabel sein werden. Beim stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien mag es möglich sein, diese Flotte CO2-neutral mit GTL-Diesel, aber eben nicht lokal emissionsfrei zu betreiben. Lokal emissionsfreie LKW heisst batterieelektrisch, Oberleitung oder serieller Hybrid mit Brennstoffzelle, nach den bisherigen Erfahrungen von Vossloh-Kiepe mit der Brennstoffzelle, denke ich dass diese Antriebsform beim Fern-LKW gute Chancen hat, im Dispatching-Verkehr eher der batterieelektrische.

Offenbar geht die Post davon aus, dass die letzten konventionell angetriebenen LKW um 2035 angeschafft und dann 15 Jahre gehalten werden. Im lokalen Zustellverkehr mag das anders aussehen: Streetscooter und Co. ersetzen in Großstädten nach und nach konventionell angetriebene Transporter, so dass dort tatsächlich in wenigen Jahren keine Verbrenner mehr angeschafft werden dürften und 2030 der letzte Verbrenner abgemeldet wird.

Allerdings konzentriert sich die Post eben auch darauf, die verfügbaren Streetscooter zuerst dort auszurollen, wo der Nutzen am größten ist: In den Großstädten mit dem Stop and Go. Auf dem Land haben die kleinen Diesel weniger Verschleiß an Kupplung und Bremsbelägen und die Akkukapazitäten sind noch vergleichsweise niedrig. Daher wird die Post den Streetscooter erst auf dem Land ausrollen, wenn die Städte komplett versorgt sind. Rechnet man also damit, dass 2025 die letzten Verbrenner für den lokalen Zustellverkehr angeschafft werden, werden die letzten also um 2035 abgemeldet werden.

mschlenker 17. August 2017, 09:18 Uhr
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