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Deutsche Umweltautos auf der IAA

Die Öko-Autos von BMW, VW und Co.

Neuheiten Deutsche Umweltautos Foto: Schulte 16 Bilder

Die deutschen Autohersteller müssen sich nicht mehr verstecken - betont sparsame Modelle nehmen mittlerweile konkrete Formen an. Selbst Sportwagenfahrer können künftig mit reinem Gewissen unterwegs sein: Audi, BMW und Mercedes geben auf der IAA einen Ausblick auf High-Tech-Renner mit Öko-Seele.

12.08.2009 Birgit Priemer

Mit echten Sportwagen hatte ausgerechnet BMW in letzter Zeit nicht mehr viel zu tun: ein Konkurrent zum Porsche 911, Audi R8 oder dem neuen Mercedes SLS Flügeltürer? Fehlanzeige.

BMW-Sportwagen mit Elektromotoren auf der IAA

Umso überraschender, dass die Marke mit ihrer jahrzehntelangen Sportwagentradition ausgerechnet auf der umweltorientiertesten IAA aller Zeiten (17. bis 27. September) einen neuen Sprint-Star aus dem Ärmel zieht: Auf dem BMW-Stand kauert zum Messeauftakt ein ganz flacher 2+2-Sitzer mit grimmigem Blick aus schmalen Scheinwerfer-Schlitzen, winzigen Lufteinlässen und kleiner Niere. Historisches Vorbild ist der BMW M1, der Ende der siebziger Jahre in kleiner Auflage mit 277 PS starkem Sechszylinder gebaut wurde.

Stilistisch orientiert sich die Studie am BMW M1 Hommage, der letztes Jahr erstmals auf der italienischen Oldtimerveranstaltung Villa d’Este präsentiert wurde. Aber es gibt signifikante Unterschiede: Die IAA-Studie fällt mit den Abmessungen eines 3ers (Länge rund 4,50 Meter) deutlich kleiner aus als der italienische Fünf-Meter-Entwurf. Bewusster Verzicht auf Größe bedeutet Einsparungen beim Verbrauch, und so besitzt der BMW wie viele Neuerscheinungen der Frankfurter Automesse eine grüne Seele: Zwei Elektromotoren (einer an der Vorder-, einer an der Hinterachse) werden hier mit einem kleinen Verbrennungsmotor kombiniert und sorgen dafür, dass das Hybridmodell weniger als 100 Gramm  CO2 pro Kilometer emittiert. Dank Leichtbau sollen die Beschleunigungswerte auf dem Niveau eines Porsche 911 liegen, womit BMW endlich wieder im Rennen um die Sportwagen- Krone wäre.

Audi-Elektroauto auf Basis des R8 auf der IAA

Perfekt passt das neue E-Auto von Audi dazu: Auf Basis des Audi R8 ist ein Elektroauto entstanden, das mit 4,43 Meter Länge nur wenige Zentimeter kürzer als der BMW-Sportler ist, aber über einen reinen E-Antrieb mit Lithium-Ionen- Batterie und eine Reichweite von rund 150 Kilometer verfügt. Optisch unterscheidet sich die Studie übrigens deutlich vom Serienmodell, denn die neue Antriebstechnik erlaubt es, den Single- Frame-Grill geschlossen zu gestalten, da keine Kühlluft benötigt wird. Durch den Wegfall der Sideblades erhält diese Partie ein neues Design mit ganz anders geformten Radläufen. Umweltfreundliche Technologie im Angebot zu haben, ist Entwicklungschef Michael Dick mittlerweile so wichtig wie einst die Quattro-Strategie des Hauses.

Das gilt im Prinzip für den gesamten Konzern, und so plant VW den Auftritt verschiedener Concept-Cars: Zurzeit wird die Neuauflage des Ein-Liter-Autos diskutiert, das vor vielen Jahren vom damaligen VW-Chef Ferdinand Piëch vorgestellt wurde, dem aber wegen seiner Sitzkonfiguration (wie beim Motorrad zwei Personen hintereinander) wenig Chancen auf Serienreife eingeräumt werden. Der Verbrauch wird mittlerweile auch realistischer mit zwei Liter Diesel pro 100 Kilometer angegeben. Daneben will VW-Chef Martin Winterkorn eine elektrobetriebene Kurzversion des VW Up präsentieren und sich auch auf die Weiterentwicklung hochaufgeladener TSI-Benziner nach dem Downsizing- Konzept konzentrieren.

Mercedes S-Klasse mit Plug-In-Hybrid

Bleibt die Frage, wie Mercedes auf die Umweltpläne der Konkurrenz reagiert. In den Umfragewerten der auto motor und sport-Leser im Rahmen der Imagewahl "Die besten Autos" rangiert die Marke mit dem Stern in puncto Umwelt ganz weit hinter BMW und Audi. Doch in den letzten Monaten hat das Team um Entwicklungsvorstand Thomas Weber aufgeholt: Mitterweile erfüllen 105 Modelle die Abgasvorschriften nach den Euro 5/Euro 6-Normen, und ab Jahresende stehen 70 Varianten mit dem Spritsparpaket Blue-Efficiency zur Wahl. In das neue Konkurrenzumfeld der emissionsfreien Supersportwagen steigt Mercedes ab 2015 mit der E-Version des Flügeltürers SLS ein. Vier radnah montierte Elektromotoren mit einer Gesamtsystemleistung von 392 kW werden mit drei Lithium-Ionen-Batterien kombiniert, die aus der Daimler-Kooperation mit Evonik stammen und eine Reichweite von rund 180 Kilometern erlauben. Bis dahin soll auch die IAA-Studie der Mercedes S-Klasse mit Plug-in-Hybrid serienreif sein, die im Gegensatz zum gerade vorgestellten Mercedes S 400 Hybrid rein elektrisch fahren kann - und zwar etwa 40 Kilometer. Schon im ersten Quartal 2010 starten mit neuen E-Varianten von Smart und der A-Klasse gleich zwei Großversuche mit Stromautos. Die A-Klasse baut dabei noch auf dem aktuellen Sandwichboden auf, verfügt über eine Lithium-Ionen-Batterie und soll eine Reichweite von rund 150 Kilometer ermöglichen. 500 Modelle fertigt Mercedes von diesem Stromauto im Werk Rastatt, und damit rückt die Vision des Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche näher, der schon lange vom emissionsfreien Antrieb der Zukunft träumt.

2010 wird aber auch in der Geschichte der Verbrennungsmotoren ein neues Kapitel aufgeschlagen: Für S-Klasse und das bis dahin modellgepflegte S Coupé als Nachfolger des CL startet im Herbst eine neue Generation von aufgeladenen V6- und V8-Benzinern, die den internen Code "Move-Motoren" tragen. sie sind durchgängig mit Benzin- Direkteinspritzung ausgestattet, werden in den AMG-Varianten mit doppelter Aufladung zum Einsatz kommen und bieten 20 bis 30 Prozent mehr Leistung. Dabei sollen sie zehn Prozent sparsamer als bisher sein, der S 350 mit 300 PS sogar verbrauchsgünstiger als der S 400 Hybrid, bei dem es sich auch um einen V6 handelt. Zeitgleich mausert sich die Mercedes- Luxuslimousine zum "Fünf-Liter-Auto". Nicht in Sachen Hubraum wohlgemerkt, sondern im Verbrauch. Der neue Vierzylinder-Diesel OM 651 wird dafür stärker aufgeladen und leistet in der S-Klasse dann rund 235 PS bei einem Verbrauch von 5,7 Liter pro 100 Kilometer - viele Konkurrenten im Premiumsegment dürften da gerade mal vor Neid grün werden.

MarkeModelle
Alfa RomeoMito Quadrifoglio Verde
Mito 1.4 TB 16V
AudiR8 Spyder
E-Tron
A4 2.0 TFSI Flexifuel
A5 Sportback
S5 Sportback
A4 3.0 TDI Clean Diesel Quattro
A3 1.2 TFSI
Aston MartinRapide
BentleyMulsanne
Continental Series 51
Continental Series 51
BMW5er GT
Vision Efficient Dynamics
X1
X6 Hybrid
7er M-Sportpaket, 740d
1er Modellpflege
316d
ActiveHybrid 7
16 C Galibier
CitroenC3
Révolte
DS3
DodgeCaliber
Ferrari458 Italia
FiatSedici Facelift
500 Abarth 695 Tributo Ferrari
Punto Evo
Qubo Trekking
FiskerKarma
FordC-Max
Focus Econetic
Focus BEV
HyundaiiX 35
Genesis Coupé
Santa Fe
ix Metro
i30 blue
i10 Electric
JaguarXJ
KiaPicanto Facelift
Sorento
Ceed Facelift
Venga
LamborghiniReventón Roadster
LanciaYpsilon "Elle"
Lancia Musa "Poltrona Frau"
Land RoverDiscovery
Range Rover
Range Rover Sport
Defender-Sondermodelle Fire und Ice
LexusLF-Ch
LS Facelift
GS Facelift
IS Facelift
MaseratiGranCabrio
MazdaCX-7 Facelift
MX-5 Superlight
RX-8 Facelift
MercedesE-Klasse T-Modell
SLS AMG
B-Klasse F-Cell
Vision S 500 Plug-in Hybrid
E63 AMG T-Modell
Concept BlueZero E-Cell Plus
MiniCoupé Concept
Roadster Concept
OpelAstra
Astra Ecoflex
Ampera
Insignia Ecoflex
PeugeotRCZ
BB1
4007 DCS 6
RCZ Hybrid4
3008 Hybrid4
Ion
Porsche911 Turbo
911 Sport Classic
911 GT3 RS
911 GT3 Cup
RenaultFluence
Fluence Z.E. Concept
Renault Kangoo Z.E.
Twizy Z.E. Concept
Zoe Z.E. Concept
RevaNXR & NXG
Rolls RoyceGhost
Saab9-5
SeatLeon Cupra R
Ibiza Concept IBZ
SkodaSuperb Combi
Octavia LPG
SuzukiSX4 Facelift
TrabantNew Trabi (nT)
ToyotaAuris HSD Hybrid
Prius Plug-In
Land Cruiser
IQ-Showcars
VolvoC70 Facelift
C30 Facelift
C30 R-Design
VWGolf R
Golf Variant
E-Up
Polo Zweitürer
Polo Bluemotion
Golf Bluemotion
Passat Bluemotion
1-Liter Auto
Multivan
WiesmannRoadster MF5
TunerTechart Roadster und GT
Hamann Tycoon Evo
Hamann Ferrari California
Mansory Chopster
Brabus EV12 One of ten
Brabus SV12 R
Irmscher Opel Astra
Mansory Bentley Continental GT Speed
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