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Deutsches Kfz-Gewerbe rechnet 2004 mit Umsatzplus

Foto: dpa

Trotz Startschwierigkeiten möchte das deutsche Kfz-Gewerbe in diesem Jahr an Fahrt gewinnen.

03.06.2004

Mit dem Verkauf von neuen und gebrauchten Pkw und Lkw sowie Service soll ein Umsatz von 126 bis 127 Milliarden Euro erzielt werden (2003: 125,2 Milliarden), teilte der Sprecher des Verbandes, Helmut Blümer, am Donnerstag (3.6.) in Pirna mit. Die Zahl der Neuzulassungen wurde auf 3,35 Millionen Pkw (Vorjahr: 3,24 Millionen) prognostiziert. Außerdem sollen sieben Millionen Gebrauchtwagen (rund 6,8 Millionen) einen neuen Besitzer finden. Im Servicegeschäft wird mit einem Plus von 4 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro Umsatz gerechnet.

2004: 10.000 bis 12.000 Jobs weniger

Nach Aussagen von Blümer gehört Deutschland in der Bilanz der ersten vier Monate zu jenen sieben EU-Ländern mit negativen Ergebnissen bei Neuzulassungen. Dabei gibt es Unterschiede in Ost und West. In den neuen Bundesländern sank die Zahl bezogen auf den gleichen Zeitraum des Vorjahres um 5,6 Prozent, im Westen waren es nur 0,4 Prozent. Bei den Gebrauchtwagen lag das Minus im Osten bei zwei Prozent, in den alten Ländern bei 0,6 Prozent. Experten wie Blümer sehen dabei eine "Umkehrung der Marktverhältnisse". Im Vorjahr war der Osten noch Gewinner bei den Neuzulassungen.

Die Branche bleibe "zuversichtlich, aber auch vorsichtig2 beim Einschätzen der weiteren Entwicklung. "Nicht zuletzt die Rohölpreise und damit die Kosten für den Kraftstoff führten zu einer erneuten Verunsicherung der Verbraucher", sagte Blümer. Zugleich räumte er ein, dass in Deutschland bei 45 Millionen Pkw eine gewisse Sättigung erreicht sei. Bei Gebrauchtwagen hätten die Käufer nicht mehr nur den Preis im Blick, sondern auch den Kraftstoffverbrauch. Deshalb seien Dieselmodelle und "kleinere Benziner" preisstabil.

Blümer zufolge rechnet die Branche auch in diesem Jahr mit einem Verlust an Jobs. Die Zahl der Arbeitsplätze von derzeit 490.000 werde voraussichtlich um 10.000 bis 12.000 sinken. Grund dafür seien unter anderem Insolvenzen und Synergieeffekte, die aus Fusionen entstehen. Nachdrücklich verlange das Kraftfahrzeuggewerbe einen Abbau von Wettbewerbsverzerrungen. Vor allem die Automobilhersteller seien gefordert, die Netto-Werksabgabepreise anzugleichen. Fortan müsse die Forderung nach "Europa-Autos zu Europa-Preisen mit Europa-Garantien" gelten. Der Verband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ist Interessenvertreter für bundesweit rund 42.500 Autohäuser und Werkstätten.

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