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DGB

Massenentlassungen sind ein Skandal

Foto: dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die angekündigten Massenentlassungen bei einigen Großkonzernen trotz guter Geschäftszahlen kritisiert.

28.02.2008

"Es ist ein Skandal, dass ausgerechnet die Konzerne, die fette Gewinne einstreichen, auf Kosten der Beschäftigten nach Extra-Profiten streben", erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Donnerstag (28.2.) in Berlin. "Hier ist offenbar Maßlosigkeit die Leitlinie unternehmerischen Handelns." Buntenbach warnte, dass der bisher positive Trend auf dem Arbeitsmarkt trotz eingetrübter Konjunkturaussichten angesichts der angekündigten Massenentlassungen nicht mehr lange andauern werde.    

Linke kritisieren BMW

Der Parteivize der Linken, Klaus Ernst, kritisierte die Ankündigung von BMW, weltweit mehr als 8.000 Arbeitsplätze zu streichen. Dem Autokonzern sei die Rendite wichtiger als Menschen. "Wenn ein Unternehmen wie BMW trotz Rekordgewinnen von 3,7 Milliarden Euro mehrere tausend Arbeitsplätze streichen will, dann ist das das beste Beispiel von kurzfristiger Gewinnsucht."

Der Partei- und Fraktionschef der Linken, Oskar Lafontaine, hat die Massenentlassungen als Folge des "ungezügelten Raubtierkapitalismus" kritisiert. "Wenn bei BMW eine Kapitalrendite von mehr als 26 Prozent und eine Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent erreicht werden soll, zeigt das die Gier und die Maßlosigkeit der Konzerne." Im Interesse aberwitziger Renditesteigerungen werde jede Rücksicht auf die Lebensbedingungen der Beschäftigten und ihrer Familien zur Seite geschoben. Dass Leiharbeiter die ersten Opfer der Rotstiftpolitik der Konzerne seien, offenbare die Verantwortung von Union und SPD. Diese hätten Vorstöße zur Einschränkung der Leiharbeit abgelehnt.

Aus Sicht der Grünen kann die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt "die negative Bilanz der schwarz-roten Koalition nicht kaschieren". Die immer noch laufende Konjunktur, ein milder Winter und statistische Besonderheiten sorgten für den Rückgang der Arbeitslosigkeit. Nötig seien neue Rahmenbedingungen für Arbeit.

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla erklärte, der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bleibe "die zentrale Herausforderung in Deutschland". Erneut lehnte Pofalla einen einheitlichen Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche ab. Dieser würde die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt nachhaltig gefährden. Stattdessen müssten weitere Reformen in Gang gesetzt werden. Dazu gehöre die dringend notwendige Entrümpelung der Arbeitsmarktinstrumente.

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