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Dichter und Dichtungen

Ach, schau an, der Brecht Bert konnte rückwärts einparken und dabei rauchen, der Zuckmayer belohnte sich mit einem Ford für den Bühnenerfolg von "Der Hauptmann von Köpenick" und die Sagan? Tja, die war eine ganz Wilde am Steuer.

12.01.2007

Das und noch viel mehr über die Vorlieben berühmter Literaten für das Thema Automobil hat Ulf Geyersbach im Buch "...und so habe ich mir ein Automobil gekauft" zusammengetragen und zu einem locker-flockig zu lesenden Buch verarbeitet. Hübsche Bilder gibt es zu schauen und automobile Vorlieben der Intelligenz zu bestaunen.

Höchst zugetan dem Thema Autombil etwa die Familie des Groß-Dichterfürsten Thomas Mann. Da war der Horch gerade gut genug oder das unglaubliche Fiat 509 Cabriolet. Tochter Erika Mann schmetterte schon mal beim Bergrennen einen Ford die Schweizer Hügel hinauf, und nur die automobile Karriere von Klaus Mann kam nicht so recht vom Fleck, weil er ein schlechtes Verhältnis zu seinen Fahrzeug-Papieren hatte.

Hermann Hesse wiederum, den man gefühlt eher auf der Seite der Automobil-Verächter wähnen würde, kleidete seine Erlebnisse, als er mit einem Ponton Mercedes den Julier überquerte, gar in ein Gedicht. Die Avantgardistin Gertrude Stein war der Marke Ford gar so inniglich zugetan, dass der Autohersteller mit ihr warb. Die wildeste unter den autovernarrten Dichtern war allerdings die Französin Francoise Sagan. Sie, sagt man, habe jede Form von Rausch geliebt. Vor allem den der Geschwindigkeit.

Ulf Geyersbach, "...und so habe ich mir denn ein Auto angeschafft", Schriftsteller und ihre Autos, Nicolai Verlag, 34,90 Euro   

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