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Die 15 Qualitätsmerkmale einer Uhr

Was macht eine gute Uhr aus?

Qualitätsmerkmale, Uhr, Zifferblatt, Krone Foto: Martin Häußermann 4 Bilder

Manufakturwerk, aufwendiges Zifferblatt, hochwertiges Gehäuse: Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen und woran Sie eine gute Uhr erkennen - am Beispiel einer Breitling Chronomat 44.

17.03.2014 Alf Cremers 1 Kommentar Powered by

Qualität hat Gewicht, es ist bei Uhren ein fühlbares Kriterium für Solidität. Der Breitling Chronomat 44 für 7.500 Euro wiegt in Edelstahl und mit Pilotarmband beeindruckende 222 Gramm, das bringen andere Chronographen allenfalls in Gold auf die Waage. Noch zwei andere Katalogwerte imponieren auf Anhieb. Der Chronomat ist wasserdicht bis 500 m Tiefe und als Taucheruhr qualifiziert. Doch sehen wir ihn uns in der Praxis mal genauer an, am besten unter der Uhrmacherlupe, dann spüren wir, wo die mehreren Tausend Euro Preisdifferenz zum No-Name-Chronographen mit Valjoux-7750-Uhrwerk stecken.

Aufwendige Herstellung hat ihren Preis

1. Das Saphirglas ist entspiegelt und bombiert (gewölbt), passt sich in der Form perfekt dem Uhrenkorpus an und kostet etwa zehnmal so viel wie ein planes Plexioder Mineralglas.

2. Das mehrfach lackierte Zifferblatt besitzt aufgesetzte polierte Stundenzeichen und eine fein bedruckte Tachymeterskala. Die kleinen Hilfszifferblätter, auch Totalisatoren genannt, für Minuten- und Stundenzähler sowie für die permanente kleine Sekunde sind vertieft und besonders strukturiert, auch das ist aufwendig in der Herstellung.

3. Das Zeigerspiel ist hochglanzpoliert und mit Tritium-Leuchtmasse ausgelegt. Die Zeiger selbst reichen bis zur Minuterie. Bei vielen billigeren Uhren sind die Zeiger zu kurz, das erschwert gerade bei einem Chronographen die genaue Ablesbarkeit.

4. Der Breitling Chronomat 44 ist nicht nur ein amtlich geprüfter hoch präziser Chronometer, sondern auch eine vollwertige Taucheruhr mit einseitig drehbarer Lünette, die so exakt wie ein Tresorschloss einrastet. Preiswerte Uhren sind weder so sorgfältig reguliert noch wird ihr Gang offiziell von einem Schweizer Observatorium in fünf Lagen geprüft.

5. Die Drücker für die Stoppfunktion sind verschraubt, um 50 bar Druck bei Tauchgängen auszuhalten.

Verschraubte Glieder des Armbandes

6. Auch die Aufzugskrone lässt sich über ein Gewinde und eine doppelte O-Dichtung gegen Wassereinbruch sichern. Chronographen der 1.000-Euro-Klasse sind in der Regel nur bis drei bar wasserdicht.

7. Das Pilotarmband aus hochglanzpoliertem Edelstahl weist massive verschraubte Glieder auf, sie sind nicht verstiftet wie bei günstigen Uhren.

8. Gehäuse und Band des Chronomat 44 sind aus Edelstahl 316 L, einer hochfesten antiallergischen Legierung, die auch für chirurgische Instrumente als Werkstoff genutzt wird. Das Gehäuse hat einen verwindungsfesten Vollgewinde-Schraubboden, der rundum gleichmäßig abdichtet. Preiswerte Chronographen haben simple Druckböden wie Taschenuhren.

9. Massive Federstege statt dünner Stifte binden das schwere Edelstahlband ans Gehäuse.

10. Gestochen scharfe Gravuren und saubere Prägungen stehen für ein exzellentes Gehäusefinish.

Fein dekoriertes Manufakturwerk

11. Die Stoppfunktion des Chronographenwerks geschieht aufwendig über ein Schaltrad.

12. Das Manufakturkaliber 01 wurde von Breitling selbst entwickelt und nicht bei Eta quasi von der Stange zugekauft. Die Entwicklungskosten müssen sich mit der laufenden Fertigung amortisieren. Zusammen mit dem Chronometerzeugnis sind die Kosten etwa achtmal so hoch wie bei einem Valjoux 7750.

13. Die feine Werkdekoration mit Sonnenschliff und Genfer Streifen blüht zwar im Verborgenen, ist aber Gütesiegel einer hochwertigen Uhr.

14. Das massiv gefräste Innenteil der Breitling-Faltschließe ist bei preiswerten Uhren aus gestanztem Blech.

15. Der Sicherheitsbügel rundet das liebevolle Detailfinish des Breitling Chronomat 44 überzeugend ab.

Neuester Kommentar

Tja, wieder mal eine "Wanderhure" der internationalen Journalie, die sich hier für BREITLING ins Zeug wirft! Zu den einzelnen Argumenten: Wer taucht denn schon 500 Meter tief, wenn sich mehrheitlich 35 Meter Wassertiefe als "killing" heraus kristallisieren? Also: Quatsch! Das Gedöns mit Edelstahl Armband? Dann halt Leder, von mir aus "Hai" für 50 Euro oder "Kroko" für 100 Euro - und dann weiter? An meine 80er TagHeuer habe ich unlängst ein Milanese Armband für 50 Euro montieren lassen - ich hab´ sie ob "mangelhafter" Qualität (weil "no name"!) noch nicht verloren!
Zum Thema Werk: Valjoux 7750 ist die "Kalaschnikov" der Uhren (Chronos)! Aus eigener Erfahrung: meine Hamilton und Auguste Reymond schnurren wie am ersten Tag und das seit Jahrzehnten!
Eine "gute" Uhr? Muss die Zeit anzeigen! That´s it! MEHR kann eine Uhr auch kaum, das ist die ganze Geschichte! Lassen Sie sich nicht von Marken beeinflussen, die Sie bei Autorennen oder Tennis Turnieren an den Banden lesen können... Eine gute Uhr muss Ihnen gefallen, sie sollte solide sein (Valjoux 7750 ist sicher eine Option) und werthaltig. Saphirglas und Edelstahlgehäuse für den "Handwerker" - Mineralglas und Lederarmband für den "businessman" - that´s it, folks!
Meiner Meinung nach kann man sogar auf "Datum" verzichten, ist ja "nur" ein Zeitmesser, den ich da am Handgelenk trage, kein Notebook...

ABCrestaurator 15. Juli 2016, 00:50 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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