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Die 4 Sonderschauen der Bremen Classic Motorshow

Wirtschaftswunder zum Anfassen

Bremen Classic Motorshow 2014 Foto: Bremen Classic Motorshow 25 Bilder

Der rote Faden in Bremen sind vom 31.01. bis 02.02.2014 die Fahrzeuge der Wirtschaftswunderzeit: Los geht's mit Fahrrädern, die von motorisierten Zweirädern abgelöst wurden, dann kamen die Kleintransporter, die beim Wiederaufbau halfen und schließlich die Kleinst- und Kleinwagen für den Individualverkehr.

25.01.2014 Kai Klauder Powered by

Die Sonderschau der Fahrräder ist ein Novum bei der Bremen Classic Motorshow 2014. Mehr als 20 Fahrräder aus der Nachkriegszeit werden im Foyer der ÖVB-Arena zu sehen sein. Zur Verfügung gestellt werden die unmotorisierten Zweiräder vom Deutschen Fahrradmuseum in Bad Brückenau. Unter anderem gibt es die kreativen Sonderumbauten zu sehen, mit denen die Scherenschleifer über Land fuhren und ihre Dienste anboten. Auch "Expressfahrräder" werden präsentiert, die mit Gepäcktaschen, Trinkflaschen und anderer Zusatzausrüstung zum Reiserad veredelt wurden. Highlight in dieser Ausstellung wird ein originalgetreu nachgebauter Fahrradladen im Stile der 509er-Jahre sein - inklusive Originalbestückung vom Werkzeug bis zur Kasse.
 

Hilfsmotoren und Improvisationskunst

Gleich nebenan in der ÖVB-Arena kann man die nächste Entwicklungsstufe kennenlernen: Weitere Distanzen mussten überbrückt werden, weniger Zeit sollte für den Arbeitsweg nötig sein - logische Konsequenz war der Hilfsmotor. Was heute seine Renaissance bei den Pedelecs und E-Bikes erlebt, war schon vor 60 Jahren ein großes Thema. Ob mit Reibantrieb, Kette oder Kardan, die Fahrräder wurden zum schnellen Verkehrsmittel. Es kamen die Mofas, Mopeds, Kleinmotorräder und schließlich die "richtigen" Motorräder, gerne auch mit Seitenwagen und Lastenanhänger. Auf der Bremen Classic Motorshow steht unter anderem ein Meister-Fahrrad mit Lutz-Hilfsmotor von 1949 und eine DKW Hummel Typ 155 von 1961.

In Halle 4 ist dann die ganze Kreativität und Improvisationskunst zu sehen, die in den Nachkriegsjahren beim Wiederaufbau halfen. Als rares Anschauungsobjekt wird auf der Bremen Classic Motorshow ein seltenes Wendax-Lastendreirad zu sehen sein. Dieser einfache Kleintransporter wurde von der Firma Draisinenbau Dr. Alpers ab 1949 in nur etwa 20 Exemplaren gebaut und in Hamburg zum Transport von Schutt und Material eingesetzt. Das vorgestellte Exemplar ist vermutlich das letzte bekannte. Auch der Goliath Express 1100 Tieflader-Pritsche von 1960 ist der vermutlich einzig Überlebende seiner Art.

Autos aus Spanplatten und Kunstleder

10 weitere Fahrzeuge der Wirtschaftswunderzeit parken dann in Halle 5, in der 4. Sonderschau. Hier werden die Kleinwagen gezeigt, die zum Teil in Kleinstserie entstanden und mit skurrilem Materialmix aufwarten. Holz, Blech, Kunstleder, Pressspanplatten oder Kunststoff - es wurde eingesetzt, was verfügbar war. Die technischen Leistungen sind dabei enorm, wie man beispielsweise am Unikat des Kleinschnittger Spezial, dem Champion Ch-2 oder am AWZ P70 Coupé studieren kann.

Die Besucher der Bremen Classic Motorshow 2014 bekommen einen tiefen Eindruck in die rasante  Entwicklungsgeschichte der Individualmobilität nach dem Zweiten Weltkrieg.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Bremen Classic Motorshow 2014

Die Bremen Classic Motorshow hat vom 31.01. bis 02.02. 2014 jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. 

  • Tageskarte: 15 Euro
  • Zwei-Tageskarte: 22 Euro
  • Ermäßigungskarte: 13 Euro
  • Vorzugskarte für Oldtimerclubs: 13 Euro
Adresse: Bremen Classic Motorshow, Messe Bremen, Theodor-Heuss-Allee, 28215 Bremen

Kontakt: Tel.: +49 (0)421 3505525
Fax: +49 (0)421 3505566

www.classicmotorshow.de

info@classicmotorshow.de
 
Übrigens: Motor Klassik-Abonnenten, die ihre Abo-Card an der Kasse vorzeigen, zahlen nur 10 Euro Eintritt. Mehr Infos zu der Motor KlassikAbo-Card.
 

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