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Die Ahnen des Smart

Foto: Archiv 10 Bilder

Der Smart feiert zehnten Geburtstag und so langsam wird er akzeptiert und es bildet sich sogar eine Fangemeinde. Schon vor Jahrzehnten wurden ähnliche Konzepte eines Stadtautos vorgestellt – mit wenig Erfolg.

03.09.2008 Kai Klauder Powered by

Natürlich ist die Nachkriegszeit untrennbar mit Minimalfahrzeugen wie Kabinenroller, Kleinschnittger, Fuldamobil, Topolino oder auch Isetta verbunden. Der Übergang vom Roller zum Roller mit Dach ist die eine Sache, doch gab es auch konkrete Vorstellungen von einem Stadtauto.

1955 überraschte der erste Delta Dornier die Besucher der IAA. Bei ihm war alles anders. Die Passagiere saßen Rücken an Rücken. Zündapp erwarb die Lizenz und baute knapp 7.000 Exemplare des Janus genannten Fahrzeugs. 1965 zeigt Claudius Dornier an gleicher Stelle den Delta II, der nun Schiebetüren besitzt und mit einer Länge von nur 2,2 Metern sowohl längs als auch quer geparkt werden kann. Dabei bietet er Raum für vier Personen. Nach der Sicherheit dieser Fahrzeuge sollte man natürlich lieber nicht fragen. Erst Jahrzehnte später konnte durch neue Materialien und Erkenntnisse im Karosseriebau, durch Crashtests und Sicherheitsausstattungen einen relativ sicheren Kleinstwagen entwickeln, der den Sicherheitsstandards genügt. Der Smart ist allerdings auch 30 Zentimeter länger und besitzt nur zwei Sitzplätze.

Auch der Smart-Roadster hat ein Vorbild

Mit den beiden Autos NSU autonova GT und fam stellt ein Team um Fritz B. Busch 1965 auf der IAA zwei neuartige Automobilkonzepte vor. Beiden gemein ist die „Konkret-Linie“: funktionell, sachlich, zweckmäßig, konsequent und chromlos. Während der fam („Auto für den Verstand“) das Ziel der bestmöglichen Raumausnutzung verfolgt, soll der von NSU gesponserte autonova GT für die jungen Wilden das richtige Gefährt sein, ein „Auto fürs Herz“. Ähnlich sah es wohl auch Smart 38 Jahre später, als die schnittigen Roadster und Coupé vorgestellt wurden.

Wenn man sich die Eckdaten des NAFA ansieht, dem Nahverkehrsfahrzeug von Mercedes, das 1986 vorgestellt wurde, erkennt man eine Nähe zu dem späteren Smart. Für den Antrieb sorgt ein Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und 45 PS, die Länge des Zweisitzers ist mit 2,50 Metern identisch. Der NAFA gilt zudem als Vorläufer der A-Klasse.

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