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Die beliebtesten Oldtimer 2015

Das sind die deutschen Oldie-Charts

Porsche 924, Frontansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 30 Bilder

Die alten Semester unter den Fahrzeugen erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Zum Jahreswechsel waren in der Bundesrepublik 343.958 Pkw mit H-Kennzeichen gelistet. Mehr waren hierzulande noch nie unterwegs. Das belegt die aktuelle Oldtimer-Statistik des VDA (Verband der deutschen Automoblilindustrie).

18.05.2016 Uli Baumann 1 Kommentar Powered by

Oldtimer sind nicht nur kostbar und teuer, sondern immer auch ein Stück Geschichte und automobile Kultur. Und diese Kultur wird in Deutschland aktuell besonders gepflegt. Rund zwei Drittel (65 %) aller zugelassenen Oldtimer-Modelle tragen ein deutsches Emblem auf dem Kühlergrill. 11,2 % der Schmuckstücke stammen aus England und 9 % aus den USA. Italien ist mit 7 %, Frankreich mit 3 %, Schweden mit 2 % und Japan mit nur 1 % vertreten.

Der größte Oldtimeranteil entfällt auf Modelle aus dem Hause Daimler (83.304 Fahrzeuge), VW bringt es auf 64.677 Fahrzeuge, Porsche auf 21.305 Fahrzeuge, Ford auf 20.631, Opel auf 17.593 und BMW auf 13.134 Fahrzeuge.

Mercedes, Porsche und VW haben die Nase vorn

In unserer Bildergalerie finden Sie die 15 beliebtesten Oldtimer mit der Info, wie viele davon jeweils zugelassen sind (Stand: 01.01.2016). Ganz vorne steht der VW Käfer, der um 7 % zugelegt hat, gefolgt von den Mercedes-Modellen W123 und SL (R107).

Wenig überraschend: Mercedes, Porsche und VW haben in Sachen Fahrzeuganzahl die Nase vorne. Alfa Romeo gibt in der Rangliste den Exoten, denn alle anderen Oldies stammen aus der Bundesrepublik. Den stärksten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr konnte der VW Golf (35 %) verzeichnen.

H-Kennzeichen zunehmend uninteressant

Allerdings spiegelt die VDA-Statistik den Oldtimerbestand nicht gänzlich wider, denn nicht alle Autos die heute älter als 30 Jahre sind, können auch tatsächlich als Oldtimer betrachtet werden. So haben derzeit zum Beispiel nur knapp 28 % der angemeldeten Golf-Modelle, die über 30 Jahre alt sind, ein H-Kennzeichen. Beim Kadett sind es nur gut 36 %, beim VW Bus rund 54 %. Dass Fahrzeuge trotz ihres Alters von über 30 Jahren kein H-Kennzeichen tragen, kann mehrere Gründe haben. So verzichten viele Oldtimerbesitzer aus steuerlichen Gründen auf dieses besondere Kennzeichen. Viele Modelle der 80er und 90er tragen schon einen geregelten Kat, erreichen die Euro 2 und bleiben damit unter dem Einheitssteuersatz von 191 Euro für Oldtimer mit H-Kennzeichen. Auch sind Fahrzeuge mit einem Hubraum unter 800 Kubikzentimeter steuerlich günstiger, wenn man die normale Zulassungsart wählt. So sind nur 13,1 % aller 13.436 über 30-jährigen Trabis mit dem H-Kennzeichen als Oldtimer geadelt. Zudem verlangt der Gesetzgeber für die Vergabe des H-Kennzeichens ein kostenpflichtiges Zustandsgutachten. Auch eine saisonale Zulassung ist mit dem H-Kennzeichen nicht möglich.

Neuester Kommentar

Diese Statistiken sind ein ganz großer Murks, da die Datenbasis vom KBA im Hinblick auf Differenzierung einzelner Fahrzeugtypen bei alten Fahrzeugen absolut unvollständig ist. Nur Fahrzeuge, die eine Erstzulassung in Deutschland hatten und noch mit alten (nicht EU-konformen) Zulassungspapieren angemeldet sind, haben einen Typschlüssel. Wenn ein importieres Gebrauchtfahrzeug in Deutschland zugelassen wird, dann wird der Typschlüssel auf "0000" gesetzt - das war schon immer so. Das gleiche passiert nun aber auch beim zwangsweisen Umschreiben auf die EU-konformen Zulassungspapiere (Zulassungsbescheinigung Teil I und II), was bei jeder Ummeldung obligatorsich ist. Damit geht selbst bei Fahrzeugen mit Erstzulassung in Deutschland die Typzuordnung verloren.
Und aus dieser unvollständigen Datenbasis werden dann solche Auswertungen erstellt, das hat mit fundierter Recherche nichts zu tun!

mignotet 23. Mai 2016, 12:42 Uhr
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