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Dekra-Report 2015

Das sind die besten Gebrauchtwagen

Dekra-Prüfplakette Foto: Achim Hartmann 40 Bilder

Im Dekra-Gebrauchtwagenreport 2015 stellen die deutschen Marken in sieben von neun Segmenten den Gewinner im Hinblick auf Zuverlässigkeit und Qualität. Hier alle Ergebnisse – plus Kaufberatung für zehn empfehlenswerte Secondhand-Autos.

24.03.2015 Henning Busse

Bei solchen Zahlen kann der Neuwagenhandel nur neidisch schauen: Denn der Gebrauchtwagenmarkt war im abgelaufenen Jahr mit rund sieben Millionen Besitzumschreibungen mehr als doppelt so erfolgreich. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber sicher tragen die saftigen Preise für neue Autos und der anhaltend hohe Wertverlust in den ersten drei Jahren maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Zwar ist der Kauf eines Gebrauchten clever, aber auch mit Risiko behaftet. Nicht nur die Frage nach dem Modell ist wichtig, sondern auch nach der technischen Zuverlässigkeit des Autos. Ohne verlässliche Information kommt es schnell zum Fehlgriff.

Guter Rat ist da gefragt, und an dieser Stelle bietet der einmal jährlich erscheinende Dekra-Gebrauchtwagenreport wertvolle Tipps, da er über die Schwachstellen von rund 400 Autos berichtet. In der aktuellen Mängelauswertung geben klar die deutschen Marken den Ton an. Wie schon im Vorjahr dominieren sie die Segmente und holen 19 von insgesamt 27 Bestwertungen.

Am deutlichsten zeichnet sich die Dominanz in der Auswertung "Bester aller Klassen" ab. Mit dem Volvo XC60 und dem Skoda Superb schaffen es nur zwei ausländische Modelle in die Top Ten – wobei der Skoda mit der ganzen VW-Technik unter dem Blechkleid ja schon sehr deutsch geprägt ist.

Gebrauchtwagen wie BMW Z3 überzeugen unter 5.000 Euro

Das heißt nicht, dass die Modelle der Importeure keine Empfehlung darstellen. Im Gegenteil. Betrachtet man die Auswertung genauer, so finden sich in fast jeder Klasse unter den Top Five gleich mehrere ausländische Autos. Kennzahl für die Bewertung ist übrigens seit 2011 der Dekra-Mängelindex (DMI). Er setzt den Anteil der Fahrzeuge ohne relevante Mängel in Beziehung zum Anteil jener mit erheblichen Mängeln – je höher, desto besser. Den besten DMI-Wert mit 97,6 Prozent erzielt die Mercedes E-Klasse im Dekra-Report 2015.

Solch einen Wert schaffen meist nur junge Gebrauchte, ältere schneiden schlechter ab – sind aber dennoch empfehlenswert. Wie eine Dekra-Untersuchung zeigt, überzeugen technisch auch Autos älter als 15 Jahre und mit bis zu 200 000 km auf der Uhr. Von den oft am Markt anzutreffenden und bereits unter 5000 Euro erhältlichen Gebrauchtwagen sind das etwa der VW Golf IV, der Ford Focus I, der Opel Astra G, der BMW 3er (E46), der Skoda Octavia, der Audi A6, der Mercedes SLK oder der BMW Z3.
Das Angebot an guten Gebrauchten ist riesig. Da verliert man schnell den Überblick. Um die Suche zu erleichtern, bieten wir Ihnen eine Kaufberatung mit zehn empfehlenswerten Modellen.

Diese Gebrauchtwagen sind eine Empfehlung

Der Gebrauchtwagenmarkt bietet eine große Auswahl, da zählt guter Rat. Hier sind zehn Modelle aus verschiedenen Segmenten, die entweder preislich oder technisch überzeugen konnten.
Wenn es um den Autogeschmack geht, dann sind Gebrauchtwagenkunden und Neuwagenkunden nicht verschieden. Oft hat es nur etwas mit dem Budget zu tun, weshalb Autofahrer ein Secondhand-Modell wählen – was oft auch eine kluge Entscheidung ist, betrachtet man die Fahrzeugrestwerte. Beispiel Premium-Fahrzeuge: So gibt es einen gut erhaltenen Audi A4 bereits unter 10.000 Euro und eine vier Jahre alte Mercedes E-Klasse schon für weniger als 20.000 Euro – was mehr als 50 Prozent unter dem ursprünglichen Listenpreis liegt. Aber auch bei Topsellern, bei denen die Nachfrage hohe Preise beschert, lohnt ein Blick. Der beliebte VW Golf VI etwa ist kein Schnäppchen, aber bei der Modell- und Ausstattungsvielfalt gibt es schon einige gute Angebote. Andererseits kann der Blick nach links und rechts nicht schaden, wie sich beim VW Polo zeigt: Ein vier Jahre altes Modell ist rund 15 Prozent teurer als die ebenfalls robusten Konkurrenten Ford Fiesta und Mazda 2. Wer in dieser Übersicht nichts findet, sollte einen Blick ins neue auto motor und sport-Gebrauchtwagenheft werfen.

SO WIRD GETESTET

Im Dekra-Mängelreport schlagen sich die über zwei Jahre erhobenen Ergebnisse aus rund 15 Millionen Hauptuntersuchungen nieder. Dabei werden nur gebrauchtwagenspezifische Mängel berücksichtigt, die eine Aussage über die Qualität der Modelle zulassen. Mängel wegen unzureichender Wartung durch den Halter fließen deshalb nicht in die Statistik ein – dazu zählen etwa abgefahrene Reifen. Als praxisbezogen hat sich die Einteilung der Autos in drei Laufleistungsklassen erwiesen, die eine gute Vergleichbarkeit der Ergebnisse ermöglicht. Damit ein Modell im Report erscheint, müssen mindestens 1.000 Stück von der Dekra geprüft worden sein. Nur so ist die statistische Relevanz gewährleistet.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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