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Die Straßen von Monaco

Im Fürstentum gehen die Uhren anders

Die Straßen von Monaco Foto: Tourismusverband Monaco 20 Bilder

Der Zwergstaat Monaco mit seiner Hauptstadt Monte Carlo eingepfercht von Mittelmeer und Seealpen gilt als Automobilmekka. Wo sonst sieht man in Europa derart viele Luxusmobile auf kleinstem Raum? "Die Straßen von..." erfahren Sie mehr über Monaco.

26.01.2010

Formel-Urgestein Niki Lauda beschrieb die Rennstrecke von Monaco vor Jahren einmal so: "Das ist wie Hubschrauberfliegen im eigenen Wohnzimmer." Zwischen den engen Häuserschluchten des edlen Zwergstaates dürfte an sich kein Autorennen stattfinden. Doch jedes Jahr lehrt einen Bernie Ecclestone und sein riesiger Tross eines besseren. Keine Strecke begeistert daher wie diese. Der Grand Prix ist laut, verrückt, chic und irgendwie genau hier fehl am Platze.

Mit E-Smart und Mercedes B-Klasse F-Cell in Monaco 7:30 Min.

Wer einmal die Möglichkeit hat, über die langsamste aller Formel-1-Strecken mit dem eigenen Auto zu fahren, wird an den Worten von Niki Lauda nicht ernsthaft zweifeln. Unvorstellbar, wie über den engen Stadtkurs rund 20 Boliden im Renntempo von bis zu Tempo 270 km/h unfallfrei fahren.

Dicht gedrängter Alltagsverkehr

Von solchen Geschwindigkeiten können die Fahrzeuge im alltäglichen Straßenverkehr von Monaco nur träumen. Dicht an dicht und Stoßstange an Stoßstange pressen sich die Nobelkarossen und Sportboliden zu Bodybuildingstudios, Schönheitssalons, Supermärkten und Restaurants. Für kurze Strecken sollte man am Morgen oder am späten Nachmittag durchaus mehr als eine halbe Stunde Zeiteinplanen. Weil es kaum Parkplätze gibt und auch die Parkhäuser unter den Hochhäusern zumeist aus allen Nähten platzen, sind viele mit scharf gemachten Cityflitzern unterwegs. Zudem setzt das Fürstentum Monaco unter anderem auf Fahrzeuge wie den neuen Smart Fortwo Elektro. Ab 2012 kann jeder Privatmann den Stromer kaufen.

Nach wie vor beherrschen neben den Yachten in den Häfen von Monaco Luxusfahrzeuge von Porsche, Bentley, Jaguar, Mercedes, Aston Martin oder Maserati das Straßenbild. Doch selbst diese Nobelkarossen sind im Mittelmeer-Manhattan nur Mittel zum Zweck. Wenn ein reicher Monegasse nach seinem liebsten Statussymbol gefragt wird, zeigt er einfach auf seine 30-Meter-Yacht im Hafen. Wer ohnehin nur auf ein paar Quadratkilometern hin- und her pendelt, für den tut es oft auch ein entsprechend ausstaffierter Smart. Rund 870 davon wuseln durch Monaco. Rein rechnerisch ist jeder 36. Monegasse ein Smart-Fahrer. Das gibt es nirgends anders. In zwei Jahren kommen die flüsterleisen Stromer hinzu. Monaco ist eine der Spielwiesen, auf der sich ab dem Frühjahr 2010 die zweite Generation des Elektro-Smarts austoben darf. Der Autobauer unterzeichnete eine Vereinbarung mit dem Fürstentum. Zehn Smart Fortwo Electric Drive werden im Leasingmodell an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen des Stadtstaats vergeben.

E-Autos tanken in Monaco kostenlos

"Schon in den 90er Jahren hatten wir Elektroauto-Flotten, doch dann gab es einfach keine neuen Autos mehr auf dem Markt. Nun will Monaco die Speerspitze der sauberen Mobilität werden", sagt Bernard Fautrier, ehemaliger Minister im Fürstentum und heute Vize-Präsident der Stiftung des Prinzen Albert II. von Monaco, die sich unter anderem für erneuerbare Energien engagiert. Schon jetzt sind in Monaco 272 Elektroautos und 210 Hybridfahrzeuge zugelassen. Auch die Infrastruktur spielt mit: 300 Ladestationen stehen in Parkhäusern zur Verfügung, den Strom tankt man gratis. Das Fürstentum bezuschusst den Kauf eines Elektroautos mit einem Drittel des Neupreises - maximal mit 9.000 Euro - und Stromer sind steuerbefreit.

Von Weitem scheint Monaco wie ein Märchenreich zwischen Wasser und Himmel zu schweben. Stolz thront der Grimaldi-Palast auf dem schroffen Felsen. Am Fuße des mächtigen Gesteins funkelt das kobaltblaue, spiegelglatte Mittelmeer. Im Hintergrund rahmt eine imposante Alpenkette das kleine Fürstentum ein. Schon seit mehr als hundert Jahren ist Monaco Tummelplatz der Schönen und Reichen. Mit seiner verschwenderischen Schönheit zieht der Monegassen-Staat alle in seinen Bann: Schmucke Villen und luxuriöse Paläste, pompöse Belle-Epoque-Hotels mit kunstvoll gestalteten Fassaden, Giebeln und verspielten Türmchen, das Opernhaus und das weltberühmte Spielcasino mit seinen barocken Wölbungen zeigen: hier sind Stil und Eleganz zu Hause.

Geld spielt keine Rolle

Und Geld spielt keine Rolle. Man hat es einfach -  und zeigt es gern. Gerade bei den Autos. Die teuersten stehen Abend für Abend vor dem Casino. Ein paar rote Ferrari, ein paar schlichter lackierte Aston Martin und ein Bugatti. Mercedes S-Klasse, Porsche 911 oder Maserati Quattroporte fallen hier sowieso keinem mehr auf. Dafür wirkt die Dichte von bisweilen durchaus betagten Modellen von Rolls-Royce und Bentley fast schon beängstigend. Die meisten Fahrzeuge sind im Bestzustand und nicht selten sitzt bei den Limousinen ein Chauffeur am Volant.

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